Das Verhältnis zu Sportdirektor Ralf Rangnick ist ramponiert

Hasenhüttl-Frage überschattet in Leipzig sportliche Thematik

Donnerstag, 10. Mai 2018 | 16:40 Uhr

Für den deutschen Fußball-Bundesligisten RB Leipzig geht es um viel: sportliche Reputation, internationales Geschäft und Millionen-Einnahmen. Doch das so wichtige Saisonfinale am Samstag bei Hertha BSC wird überschattet von der Diskussion um die Zukunft von Trainer Ralph Hasenhüttl und das angeblich ramponierte Verhältnis zu Sportdirektor Ralf Rangnick. Auch über ein schnelles Aus wird spekuliert.

Hasenhüttl bezeichnete die Auswärtspartie in Berlin als “eines der wichtigsten Spiele überhaupt” in der Saison. “Für uns ist von Platz vier bis neun alles möglich. Das zeigt, wie eng die Liga in diesem Jahr ist”, erklärte er. Ob der Steirer auch in der kommenden Saison noch in Leipzig noch am Ruder sein wird, scheint noch mehr als zuvor ein großes Rätsel zu sein. Zuletzt betonte er im ZDF, seinen bis 2019 laufenden Vertrag verlängern zu wollen.

“Ich bin sehr dankbar, hier einen Verein und ein Trainerteam gefunden zu haben, mit dem es sehr viel Spaß macht zu arbeiten. Und mit Ralf Rangnick einen Sportdirektor, der einem im richtigen Moment die nötige Rückendeckung gibt”, sagte Hasenhüttl am Donnerstag und gab sich blendend gelaunt.

Nach einem Bericht der “Bild”-Zeitung soll allerdings die Trennung im Raum stehen, Hasenhüttl habe deshalb sogar seinen Urlaub abgesagt. Das dementierte er aber ebenso wie 800 Kilometer entfernt Marco Rose ein angebliches Gespräch mit Rangnick-Mentor Helmut Groß. Der Salzburg-Erfolgscoach wäre gewissermaßen ein “logischer” Nachfolger im Falle eines Abgangs von Hasenhüttl.

Die Leipziger wollen jedenfalls die Saison sportlich zu einem guten Ende bringen. Sogar eine kleine Chance auf die Champions League besteht für den Tabellensechsten noch. Verpasst RB das internationale Geschäft, sind mehrere Millionen Euro futsch. “Der Handlungsspielraum wäre eingeschränkt”, sagte Rangnick, aber “es ändert grundsätzlich nichts daran, war wir vorhaben. Das geht jedem Verein in der Bundesliga so, außer Bayern München.”

Von: APA/dpa