Vanessa Herzog peilt bei der WM über 500 m Edelmetall an

Herzog fühlt sich vor Eisschnelllauf-WM in guter Form

Dienstag, 09. Februar 2021 | 05:02 Uhr

Die niederländische Eisschnelllauf-Hochburg Heerenveen ist nach zwei Weltcup-Stationen und der EM auch Schauplatz des Höhepunkts der wegen der Pandemie verkürzten Saison. Die Aktiven befinden sich seit vier Wochen in einer “Blase” und die Tirolerin Vanessa Herzog freut sich nach der Bestätigung ihrer guten Form auf die Weltmeisterschaften. “Der 500er am Freitag ist mein Saisonhöhepunkt und ich spüre, dass die Form genau zum Tag X hin stimmt”, erklärte die 25-Jährige.

Herzog hatte 2019 in Inzell WM-Gold (500 m) und Silber (1.000 m) erobert und war dafür zu Österreichs Sportlerin des Jahres gewählt worden. Diese zwei Strecken stehen auch diesmal auf dem Rennplan. Die Wahl-Kärntnerin hat die Zeit in Heerenveen auch zur Analyse technischer Details und Tüfteln an der Kurvenlinie mit Trainer und Ehemann Thomas Herzog genutzt.

Edelmetall ist neuerlich das Ziel der Europameisterin von 2018, auf Prognosen lässt sie sich aber nicht ein. Mit ihrer Saisonbestzeit über 500 m von 37,409 Sekunden war sie im Weltcup im Kreis der komplett versammelten Elite Dritte geworden. “Wenn alles stimmt, will ich über 500 m vorne dabei sein und meine schnellste Zeit im wichtigsten Rennen der Saison fahren. Wenn ich das schaffe, bin ich zufrieden und sehe nach der Ziellinie, für was es gereicht hat. Auf Platzierungen spekuliere ich in dieser verrückten Saison nicht mehr”, erklärte Herzog.

Sie trainierte in dieser Saison in einer Gruppe mit der Niederländerin Femke Kok, die alle 500-m-Weltcuprennen gewonnen hat und am Freitag (16.50 Uhr/live ORF Sport +) große WM-Favoritin über die kürzeste Distanz ist. Russland stellt gleich mehrere Medaillenanwärterinnen.

Im 1.000-m-Rennen am Sonntag (Herzog startet um 15.13 Uhr) gelte es die ersten 600 m schnell zu absolvieren und dann “irgendwie die Schlussrunde zu überleben”, sagte Herzog. Eine Medaille wäre da eine Überraschung. “Die Konkurrenz hat im gesamten Laufprozedere Quantensprünge gemacht und wir nicht, da heißt es für die Olympischen Spiele nachschärfen”, betonte Coach Thomas Herzog. Über 500 m sei Vanessa hingegen mit einem guten Lauf vorne dabei, “und bei einem perfekten Run ist bis ganz nach vorne alles möglich”.

Der österreichische Verband ist bei der WM durch vier Aktive vertreten. Gabriel Odor, Katharina Thien und Natalie Kerschbaummayr bestreiten am Samstag die Massenstart-Rennen, Odor startet zudem am Sonntag über 1.500 m. Die in Ostrava geborene Kerschbaummayr (22) ist seit zwei Jahren für Österreich aktiv und bestreitet ihre erste WM für Rot-weiß-rot.

Von: apa

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