Die Krise bei Werder geht weiter

Hinteregger bei Augsburg-Debüt unglücklich, aber siegreich

Sonntag, 11. September 2016 | 17:56 Uhr

Die Krise bei Werder Bremen hat sich weiter verschärft. Die Norddeutschen verloren am Sonntag in der deutschen Fußball-Bundesliga 1:2 gegen den 1. FC Augburg, bei dem ÖFB-Teamverteidiger Martin Hinteregger sein erstes Spiel machte und gleich einen Elfmeter verschuldete. Es waren für den Club aus Bayern die ersten drei Punkte in der neuen Saison. Werder liegt ohne Zähler am Tabellenende.

Der in den USA geborene Isländer Aron Johannsson brachte die Bremer per Foulelfmeter in der Nachspielzeit der ersten Hälfte in Führung, nachdem Hinteregger seinen Landsmann Zlatko Junuzovic am Fuß getroffen hatte. Jeffrey Gouweleeuw (52. Minute) und Konstantinos Stafylidis (73.) drehten vor 39.430 Zuschauern allerdings die Partie. Für Augsburg waren es die ersten drei Punkte des neuen Spieljahres.

Für Hinteregger, der durchspielte, war es ein unglücklicher Nachmittag. Der von RB Salzburg gekommene Abwehrspieler musste froh sein, dass es kurz nach der Pause nicht noch einen weiteren Elfmeter gab, als er Lamine Sane im Stile eines Ringers umklammerte und zu Fall brachte.

Der Kärntner war mit seinem Spiel nachher auch nicht wirklich zufrieden. “Ich weiß, dass für mich persönlich noch Luft nach oben ist”, urteilte Hinteregger im “Sky-Interview. “Wenn man beide Situationen zusammen sieht, ist ein Elfer okay”, urteilte er zu den heiklen Szenen im Strafraum.

Bei Bremen spielte Junuzovic im Mittelfeld durch, Florian Grillitsch wurde in der 82. Minute durch den Ex-Rapidler Thanos Petsos ersetzt. Florian Kainz stand wie Georg Teigl aufseiten der Augsburger nicht im Kader. Es war für Werder die dritte Niederlage im dritten Pflichtspiel in dieser Saison. Bei den Grün-Weißen gab DFB-Olympia-Teilnehmer Serge Gnabry ein unauffälliges Debüt.

Der Bremer Coach darf sich trotz der Niederlagenserie aber vorerst weiter der Rückendeckung der Vereinsführung sicher sein. “Wir stehen komplett hinter Viktor Skripnik”, erklärte Marco Bode, der Boss des Bremer Aufsichtsrates zur Halbzeit. “Ich finde es unangebracht, zu so einem frühen Zeitpunkt der Saison eine Trainerdiskussion anzufangen. Das wird mit uns nicht passieren.”

Die Spieler zeigten sich indes ratlos. “Irgendwie ist der Faden gerissen. Nach dem Rückstand fehlte die Power, das Spiel zu drehen. Das Selbstvertrauen ist momentan nicht da. Die letzten Wochen ist sehr viel auf die Mannschaft eingeprasselt”, sagte Junuzovic und ergänzte: “Wir müssen intern die Sachen analysieren und uns zusammenschweißen.”

Von: APA/dpa

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