IAAF-Präsident Sebastian Coe

IAAF-Chef zu Russland: Ziel ist Aufhebung der Sperre

Sonntag, 21. August 2016 | 05:26 Uhr

Der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) will nach den Olympischen Spielen in Rio prüfen, unter welchen Bedingungen die Suspendierung Russlands nach dem Skandal um systematisches Doping wieder aufgehoben werden kann. “Ich habe die Task-Force gebeten, einen Zeitplan für einen Dialog zu erarbeiten”, sagte IAAF-Präsident Sebastian Coe am Samstag in Rio. “Unser Ziel ist die Aufhebung der Sperre.”

Bei den Sommerspielen waren alle russischen Leichtathleten ausgeschlossen, mit Ausnahme der Weitspringerin Darja Klischina. Sie konnte ihren Start aber erst vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS durchsetzen, nachdem die IAAF nachträglich Zweifel hatte, ob die in den USA lebende Athleten tatsächlich keine Berührung mit dem Doping-System ihres Landes hatte.

Die IAAF hatte wohl kurz vor ihrem Start Informationen bekommen, dass eine in Moskau entdeckte Probe von ihr manipuliert worden sein könnte. “Wir respektieren das CAS-Urteil, halten es uns aber offen, den Fall weiter zu prüfen”, sagte Coe.

Nach den imageschädigenden Doping-Turbulenzen war er mit den olympischen Leichtathletik-Wettbewerben in Rio sehr zufrieden. “Das war eine bemerkenswerte Woche. Die Athleten haben begeistert und gut unterhalten”, bilanzierte der Brite. “Wir haben gesehen, dass unser Sport lebendig und unglaublich stark ist und einen ungeheuren Appetit auf öffentlichen Wahrnehmung hat.”

Von: APA/dpa

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