Entscheidung in Monte Carlo

IAAF-Council friert Nationalitätenwechsel weiter ein

Sonntag, 26. November 2017 | 11:25 Uhr

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF friert die vorliegenden Anträge auf Nationalitätenwechsel weiter ein. Diese Entscheidung traf das Council am Samstag in Monte Carlo, teilte die IAAF mit. Die Führung des Weltverbandes folgte damit einer Empfehlung einer Arbeitsgruppe, die angesichts der “Komplexität des Themas” mehr Zeit benötige.

Weitere Konsultationen mit Athleten, Trainern oder Mitgliedsverbänden sowie die Prüfung des rechtlichen Rahmens seien notwendig. Die Wechselregel war im Februar eingefroren worden. “Das Wohlergehen der Athleten und die Integrität der Wettkämpfe stehen auf dem Spiel. Deshalb sollte man sich nicht hetzen lassen”, erklärte IAAF-Präsident Sebastian Coe. Es gehe darum, die Glaubwürdigkeit des Sports zu schützen.

Die IAAF hatte die Nationalitätenwechsel-Regel eingefroren, weil offenbar viele Athleten, vor allem Mittel- und Langstreckenläufer aus Afrika von anderen Ländern abgeworben worden waren. Bei den Europameisterschaften 2016 in Amsterdam hatte vor allem die Türkei mit mehr als ein Dutzend eingebürgerten Athleten zwölf Medaillen gewonnen.

Von: APA/dpa