Tolles Comeback für Iraschko-Stolz

Iraschko-Stolz gewann sensationell in Ljubno

Sonntag, 28. Januar 2018 | 16:51 Uhr

Ausgerechnet die nach langer Verletzungspause zurückgekehrte Daniela Iraschko-Stolz hat am Sonntag für den ersten Saison-Sieg im ÖSV-Skisprunglager gesorgt. Die 34-jährige Steirerin, die schon am Vortag mit Rang vier ihre Olympia-Nominierung mehr als gerechtfertigt hatte, sprang am Sonntag in Ljubno sensationell zu ihrem 13. Weltcupsieg. Und das nach fast einem Jahr Abwesenheit.

Die schon zur Halbzeit in Führung gelegene Olympia-Silbermedaillengewinnerin von Sotschi bestätigte ihre Halbzeitführung und verwies die zuletzt sechs Mal in Folge siegreiche Norwegerin Maren Lundby aus Norwegen um 1,8 Zähler auf Platz zwei. Dritte wurde die Deutsche Katharina Althaus (+ 3,1 Punkte).

Iraschko-Stolz landete auf jener Schanze, auf der sie mit 96,5 Metern den Schanzenrekord hält, bei 89 und 89,5 m. Österreichs weitere Olympia-Teilneherminnen, Chiara Hölzl und Jacqueline Seifriedsberger, kamen auf die Ränge zehn und 13. Für die an diesem Wochenende erstmals seit einem Jahr angetretene Eva Pinkelnig reichte es auch im zweiten Weltcup-Bewerb als 33. noch nicht für den Finaldurchgang.

Iraschko-Stolz, die routinierte Weltmeisterin von 2011, war noch vor wenigen Tagen bei der Einkleidung der Olympia-Mannschaft in Wien vorsichtig optimistisch gewesen: “Ich denke, dass ich mich nicht verstecken muss und schon für eine Überraschung sorgen kann”, meinte sie im Hinblick auf Pyeongchang. Das hat sie in Slowenien mehr als nur untermauert.

Daniela Iraschko-Stolz war nach ihrem Überraschungssieg in Ljubno natürlich glücklich. “Ich habe in den letzten Wochen wirklich jeden Tag unglaublich hart an den verschiedensten Schwachstellen von mir gearbeitet und diese Arbeit hat sich ausgezahlt.”

Die Schanze in Ljubno komme ihr entgegen. “Hier hat fast jede Springerin ihre Schwierigkeiten und man muss sehr geschmeidig springen. Ich glaube aber, dass ich prinzipiell für jede Schanze ein gutes Konzept habe. Für die Olympischen Spiele habe ich trotzdem keine Medaillenziele. Ich habe heuer eigentlich nichts zu verlieren, sondern kann dort nur gewinnen.”

Damen-Cheftrainer Andreas Felder war überwältigt. “Das war fast zu viel des Guten. Wir haben nicht damit gerechnet, dass es heute schon für ganz oben reicht. Aber Daniela hat zwei richtig starke Sprünge gezeigt. Die Freude ist jetzt natürlich einmal sehr groß. Ich bin wirklich stolz auf Daniela.”

Von: apa