Martins Helm nach dem Crash mit Richie Porte

Ire Martin kritisierte nach Stürzen Tour-Veranstalter

Montag, 10. Juli 2017 | 12:10 Uhr

Nach den schlimmen Stürzen bei der 104. Tour de France hat der Ire Daniel Martin harsche Kritik geübt. “Es war sehr rutschig und ich denke die Veranstalter haben bekommen, was sie wollten”, sagte der Quickstep-Profi, der bei dem Horror-Crash von Richie Porte am Sonntag mitgerissen worden war, die Etappe aber ohne schwerere Blessuren beenden konnte.

Porte war auf der Abfahrt vom Mont du Chat von der Strecke abgekommen. Anschließend überschlug sich der Anwärter auf den Gesamtsieg und knallte mit voller Wucht gegen eine Felsböschung. Der 32-jährige Australier erlitt einen Becken- und einen Schlüsselbeinbruch. Martin war direkt hinter Porte gefahren und konnte nicht mehr ausweichen. “Er hat nicht gut ausgesehen und sich kaum bewegt, aber ich habe versucht, schnell weiterzufahren”, berichtete Martin.

Der Steirer Bernhard Eisel hielt sich mit Kritik zurück. Der Routinier vom Team Dimension Data sah die vielen Stürze dennoch nicht unbedingt als Werbung für den Radsport. “Ich sage nicht, dass die Etappe zu verrückt oder gefährlich war. Aber definitiv eine, bei der einem das Radfahren eine Weile vergeht. Ich hoffe, ein Tag reicht”, schrieb Eisel auf Twitter.

Martin führte an, dass die Bedingungen nicht gut gewesen seien. So sie in einer anspruchsvollen Abfahrt viel Kies auf der Straße gelegen. Der 30-Jährige war noch ein weiteres Mal zu Fall gekommen, nachdem er ein Ersatzrad vom neutralen Teamfahrzeug bekommen hatte. Allerdings hatte er keine adäquaten Bremsen mehr. Erst mit einem weiteren Ersatzrad vom eigenen Team konnte er seine Fahrt fortsetzen und den Rückstand mit einem Verlust von 1:15 Minuten auf Sky-Kapitän Christopher Froome in Grenzen halten.

Sonntag gab es weitere schwere Verletzte. Der Brite Geraint Thomas von Sky musste mit einem Schlüsselbeinbruch aufgeben. Der Niederländer Robert Gesink fiel mit einer Lendenwirbelsäulenfraktur aus. Der Italiener Manuele Mori zog sich eine Schulterluxation und eine Brustkorb-Verletzung zu. Auch Bora-Kapitän Rafal Majka kam schwer zu Sturz, der Pole erreichte stark blutend das Ziel. Zahlreiche weitere Fahrer trugen nach Stürzen Blessuren davon.

Von: APA/dpa

Kommentare

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1 Kommentar auf "Ire Martin kritisierte nach Stürzen Tour-Veranstalter"


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herbstscheich
herbstscheich
Superredner
1 Monat 8 Tage

es  sieht  so aus , als  ob  sich  die  Franzosen  alles erlauben könnten– schlecht geterte- schmale Straßen –  kaum Abgrenzungen–

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