Jansrud verwies Mayer und Kilde ex-aequo auf Platz 2

Jansrud gewann vor Mayer und Kilde Super-G in Kitzbühel

Freitag, 24. Januar 2020 | 14:32 Uhr

Matthias Mayer hat sich am Freitag im Weltcup-Super-G von Kitzbühel das Podest mit zwei Norwegern geteilt. Nach den vermeintlichen Siegesfahrten des Kärntners und von Aleksander Aamodt Kilde, die sich ex aequo den Platz an der Sonne gesichert hatten, schlug Kjetil Jansrud aus dem Hinterhalt zu. Um 16/100 Sekunden fing er das Duo noch ab, es war sein erster Sieg seit November 2018.

Für Jansrud war es der insgesamt 23. Weltcuperfolg, der zweite in Kitzbühel, wo er bereits 2015 einmal die Abfahrt gewonnen hat. Mayer übernahm die Führung im Disziplinweltcup von Kriechmayr, der 28 Zähler dahinter ex aequo mit Jansrud und Kilde nun Zweiter ist. Im Gesamtweltcup behielt Technikspezialist Henrik Kristoffersen für Führung, Kilde liegt 20 Zähler zurück, es folgen in Schlagdistanz der Franzose Alexis Pinturault (im Super-G Tages-Neunter) und Mayer.

“Ich habe es richtig genossen. Es ist unglaublich. Es erwartet irgendwie jeder ein Podest, es erhofft sich jeder den Sieg, es ist einfach cool, wenn man da mit einem grünen Licht im Ziel abschwingen kann”, sagte Olympiasieger Mayer. Jansrud habe eine extrem starke Fahrt gehabt. “Kilde hat mir gesagt, dass Jansrud jetzt im Super-G-Training extrem gut gefahren ist. Vielleicht war es eher über den Hausberg drüber, wo ich doch ein bissel zu spitz war, wo noch was drinnen gewesen wäre. Aber im Großen und Ganzen war es eine super Fahrt.”

Auch wenn es mit dem zweiten Kitz-Sieg nach 2017 nichts wurde, so steht er dort nun bereits zum fünften Mal in Super-G auf dem Podest. Damit untermauerte er auch seine Mitfavoritenrolle für die Abfahrt.

Jansrud wusste schon vor seinem Start, wie er erklärte, dass es einen norwegischen Sieg geben wird, er hatte mit Kilde nach dessen Bestzeit mitgejubelt. “Das tut mir ein bisschen leid, Österreich”, sagte Jansrud im Ziel, war aber natürlich mit dem Sieg überglücklich, war es in dieser Saison doch noch nicht optimal gelaufen.

Vor allem nicht in der Abfahrt, da war er noch nicht besser als Achter. Nun, nach dem ersten Speed-Sieg für die norwegischen Herren in diesem Winter, ist er aber wie Kilde auch für Samstag ein heißer Siegertipp. Für den Super-G-Erfolg gab es das Rekord-Preisgeld von 68.500, in der Abfahrt warten 100.000 auf den Triumphator.

Kilde freute sich über sein erstes Podest in der Gamsstadt. “Einmal war ich in Kitzbühel schon Vierter, das ist sehr schön jetzt. Das war von oben bis unten eine stabile Fahrt. Kjetil ist im Training so schnell, ich habe gespürt, dass er heute gefährlich ist.” Ski-Pensionist Aksel Lund Svindal war als Zuschauer mit dabei: “Eine perfekte Show”, freute er sich mit seinen Freunden mit.

Eröffnet wurde das Rennen bei Traumwetter von Vorjahressieger Josef Ferstl, der schon nach Nummer zwei, dem Österreicher Christian Walder entthront war. Die erste eindrucksvolle Richtzeit legte der Italiener Mattia Casse mit Nummer sechs hin, die allerdings gleich vom Schweizer Mauro Caviezel unterboten wurde, Vincent Kriechmayr reihte sich dahinter ein. Dem Trio blieben am Ende die Ränge vier, fünf und sechs, der Schweizer Beat Feuz wurde Siebenter.

Kriechmayr hatte nach dem Sturz im Abfahrttraining am Vortag wegen der lädierten Hand Probleme beim Starten, aber keine Schmerzen. “Aber dafür war die Zeit eh ganz okay. Ich habe zwei Fehler gemacht, das erklärt den Rückstand”, sagte der Oberösterreicher, der mit dem Grundspeed ganz zufrieden war.

Als Zwölfter errang Daniel Danklmaier das überhaupt erst dritte und zugleich beste Super-G-Ergebnis seiner Karriere, erstmals punktete er in dieser Saison in dieser Disziplin. “Ich habe schon richtig gute Super-G-Fahrten gezeigt, aber ich habe es nicht runtergebracht. Heute hatte ich ein richtig gutes Rennen, ich bin voll zufrieden”, sagte der Steirer, der viel Motivation mit in die Abfahrt nimmt. “Der liegt mir, der Hügel.”

Christian Walder landete auf Platz 18, der sich mit Problemen durch die Saison kämpfende Max Franz auf 24. “Reingehaut hätte ich mich, Fehler darfst du hier halt nicht machen, schon gar nicht an einer Stelle, wo du das überhaupt nicht brauchst, wo es dann bergauf geht. Das ärgert mich sehr”, sagte der Kärntner Franz. Ohne Punkte blieb Stefan Babinsky als 38. Otmar Striedinger und Johannes Kröll schieden aus.

Von: apa

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