Allersdorfer (r.) darf zurfrieden sein

Judo: Allerstorfer erkämpfte in Budapest WM-Rang sieben

Samstag, 02. September 2017 | 19:06 Uhr

ÖJV-Judoka Daniel Allerstorfer hat bei den Weltmeisterschaften in Budapest am Samstag für das beste Ergebnis aus österreichischer Sicht gesorgt. Der Oberösterreicher erkämpfte in der Gewichtsklasse über 100 Kilogramm Platz sieben und schied erst in der Hoffnungsrunde aus. Der 24-Jährige fixierte damit zugleich sein bisher bestes Abschneiden bei Welttitelkämpfen. Gold ging an Superstar Teddy Riner.

Nach einem Auftakt-Freilos und Siegen über Jakiw Chammo (UKR) und den japanischen Weltranglistenneunten Takeshi Ojitani zog Allerstorfer in das Viertelfinale ein. Da der Oberösterreicher daraufhin dem an Nummer zwei gesetzten Georgier Guram Tuschischwili mit Ippon unterlag, trat er den Weg in die Hoffnungsrunde an. In dieser musste sich der Olympia-Teilnehmer von 2016 schließlich dem Brasilianer Rafael Silva knapp im “Golden Score” beugen, nachdem er in der Verlängerung die dritte Shido-Bestrafung hinnehmen hatte müssen. Auf eine Medaille fehlten dem 24-Jährigen letztlich zwei Kampfsiege.

Die Zielvorgabe, eine Platzierung zu erreichen, wurde bei den heimischen Herren damit erfüllt. “Mit Platz sieben haben wir das Ziel erreicht. Die Leistung der beiden Schwergewichtler war heute schwer in Ordnung. Grundsätzlich können wir zufrieden sein”, lautete die Bilanz von Männer-Bundestrainer Patrick Rusch.

Im Finale holte der 28-Jährige französische Superstar Teddy Riner seinen neunten WM-Titel. Er besiegte den Brasilianer David Moura im “Golden Score” mit Ippon. Der Doppel-Olympiasieger von 2012 und 2016 ist seit September 2010 ohne Niederlage. 134 Kämpfe entschied der Franzose seither für sich.

Die österreichischen WM-Debütanten Stephan Hegyi (über 100 kg) und Laurin Böhler (bis 100 kg) verpassten hingegen den Einzug in den Finalblock. Der erst 19-jährige Hegyi kämpfte sich bis ins Achtelfinale und eliminierte auf dem Weg dorthin Hisayoshi Harasawa, den japanischen Olympia-Zweiten von 2016. Gegen den Olympiasieger von 2008, Tuvshinbayar Naidan (MGL), kam schließlich das Aus.

Der Vorarlberger Böhler verlor bereits seinen Auftaktkampf. Der 22-Jährige kassierte gegen den dreifachen EM-Bronzemedaillengewinner Jevgenijs Borodavko drei Bestrafungen und wurde damit disqualifiziert.

Zum Abschluss der Weltmeisterschaften steht am Sonntag in der Laszlo-Papp-Sportarena ein Mixed-Teambewerb auf dem Programm. Österreich wird dabei nicht vertreten sein.

Von: apa