Bayern Münchens Vorstand: "Es sieht danach aus, dass er sich umorientiert"

Kahn über Alaba-Vertragsdebatte: Roten Teppich “eingerollt”

Mittwoch, 23. Dezember 2020 | 10:41 Uhr

Bayern Münchens Vorstand Oliver Kahn hat sich in der Vertragsdebatte mit Österreichs Fußball-Star David Alaba pessimistisch über eine späte Einigung geäußert. “Die Haltung des Vereins ist klar. Wir haben David Alaba den roten Teppich ausgerollt und sind an unsere Grenzen gegangen. David und speziell sein Berater Pini Zahavi sind nicht über diesen roten Teppich gegangen”, sagte Kahn der “Sport Bild” (Mittwoch) im Interview. “Also haben wir ihn irgendwann wieder eingerollt.”

Auf die Frage, ob der Teppich noch einmal ausgerollt werden könnte, antwortete der ehemalige Nationaltorwart: “Ich wüsste im Moment nicht, wie das passieren sollte.” So wie es aussehe, “orientiert er sich um. Das müssen wir akzeptieren.”

Der Vertrag des 28-Jährigen läuft im kommenden Sommer aus, Alaba ist damit ablösefrei. “Wir haben alles versucht, um David zu überzeugen, beim FC Bayern zu verlängern. Natürlich schmerzt es, ihn zu verlieren, nicht nur wirtschaftlich. Aber wir hatten uns Limits gesetzt, und das waren keine Corona-Limits”, sagte der 51-jährige Kahn.

Im November hatte der FC Bayern sein Vertragsangebot zurückgezogen, nachdem Alaba und Zahavi eine vom Verein gesetzte Frist zur Zustimmung verstreichen ließen. Seitdem herrscht Funkstille. Es habe kein Gespräch mehr stattgefunden, berichtete Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge zuletzt im Sport1-“Doppelpass”.

Alaba war am Dienstag in der von der APA – Austria Presse Agentur unter den Bundesliga-Trainern durchgeführten Wahl zum siebenten Mal zu “Österreichs Fußballer des Jahres” gekürt worden. Im Interview meinte er zum Vertragsthema, dass er schon viel gesagt habe. “Ich möchte dem eigentlich nichts mehr hinzufügen. Mein persönliches Gefühl hat sich nicht verändert. Ich bin froh, Teil dieser Mannschaft zu sein. Ich habe Vertrag bis Sommer und wir haben uns als Mannschaft hohe Ziele gesetzt, die ich erreichen will.”

Von: APA/dpa

Kommentare

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3 Kommentare auf "Kahn über Alaba-Vertragsdebatte: Roten Teppich “eingerollt”"


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Ars Vivendi
1 Monat 20 h

Ja Herr Kahn, diese Entwicklung ist zumindest ein “wirtschaftliches” Desaster. Denn “Ablösefrei” bedeutet nicht nur kein Geld für den FC Bayern, für den Spieler mehr Handgeld/Gehalt und für den Berater mehr Provision. Auch ist es ein mächtiger Dämpfer für den/die “Verhandlungsführer” des FC Bayern. Die internationale Konkurrenz wird es mit einem Schmunzeln zur Kenntnis nehmen.

Zugspitze947
30 Tage 58 Min

Ars Vivendi: Dieser Schuss geht für den Spieler aber mit Sicherheit nach HINTEN los ! Denn so erfolgreich wird er NIRGENDS mehr sein 🙁 Er hätte den Berater in die Wüste schicken sollen,denn sowas kann man auch SELBER verhandeln und dann kann man da bleiben wo man sich wohl fühlt 🙂

Ars Vivendi
29 Tage 23 h
@Zugspitze947..gebe dir recht. Die jungen Männer ? , ohne Erfahrung im echten Leben, mit Millionengehältern bestens versorgt, sind oftmals die “Opfer” cleverer Berater. Was ich jedoch nicht verstehe, ist die Tatsache, dass bei Bayern ja auch Fusballfüchse die Verhandlungen führen. Meine Erfahrungen als ehemaliger 3. Liga Fußballer sind eher die, dass bei dem Einen oder Anderen nach einer gewissen Zeit “die Luft raus ist” und eine Veränderung her muss. In den Sphären, in denen sich Spieler wie Alaba & Co. bewegen, geht es nicht nur um Geld. Wie sagte einst der Fußball Philosoph Andreas Möller : Mailand oder Madrid, egal,… Weiterlesen »
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