Formkurve spricht eher für Leverkusen

Kampf um deutsche Champions-League-Plätze geht ins Finale

Freitag, 20. April 2018 | 13:52 Uhr

Der FC Bayern steht erneut als deutscher Fußball-Meister fest. Hinter den unantastbaren Münchnern ist indes ein Rennen um die übrigen drei Champions-League-Startplätze in der Bundesliga entfacht. Fünf Mannschaften kämpfen in den noch verbleibenden vier Runden um die Königsklassen-Teilnahme. Schalke 04 ist bei acht Zählern Vorsprung auf Rang fünf fast durch.

Zwei direkte Duell am Wochenende könnten eine Vorentscheidung bringen. Mit dabei sind zwei Trainer-Aushängeschilder aus Österreich. Peter Stöger kämpft mit dem Vierten Borussia Dortmund am Samstag gegen den punktgleichen Zweiten Bayer Leverkusen, RB Leipzig unter Ralph Hasenhüttl empfängt als Fünfter die mit einem Punkt Rückstand auf Rang sechs liegenden Hoffenheimer. Auch Pokalfinalist Eintracht Frankfurt hätte als Siebenter noch alle Chancen, aber auch Auswärtsspiele bei Bayern München und auf Schalke vor sich.

“Wir haben nun die Möglichkeit, noch vier Wochen das Maximum aus der Saison herauszuholen und uns voll zu fokussieren”, sagte Hasenhüttl und forderte ganz klar einen Sieg: “Es reicht in dieser Phase nicht mehr, nur einen Punkt zu holen.” Auch die Gespräche um seine eigene Zukunft in Leipzig ließ der Steirer in dieser Woche ruhen.

Offen ist die Zukunft von Stöger bei Dortmund, auch wenn die Bild-Zeitung diese Woche die Trennung per Saisonende als fix vermeldete. “Wir haben es nach wie vor selbst in der Hand. Und wir können am Samstag einen wichtigen Schritt machen. Wir können es schaffen”, sagte der Wiener. Die Champions League wurde vom Verein als klares Saisonziel ausgegeben. Dieses ist nach dem 0:2 auf Schalke wieder in Gefahr geraten, zumal Dortmund bis Saisonende auf Torjäger Michy Batshuayi verzichten muss.

Die Borussia könnte mit einem Sieg wieder an Leverkusen vorbeiziehen. Die Werkself präsentierte sich abgesehen vom 2:6 im DFB-Pokal-Halbfinale gegen die Bayern zuletzt in guter Verfassung. Schwung geben die beiden 4:1-Siege in der Liga gegen Leipzig und Frankfurt. Für Trainer Heiko Herrlich ist es die Rückkehr zum Club, mit dem er als Spieler seine größten Erfolge feierte. Mit Dortmund gewann der 46-Jährige die deutsche Meisterschaft und die Champions League, in die er jetzt erstmals als Coach einziehen will.

Auch die Hoffenheimer hoffen darauf, sich diesen Traum zu erfüllen. Im Vorjahr scheiterten die Sinsheimer als Vierter der abgelaufenen Meisterschaft in der Qualifikation zur europäischen Eliteliga. Nach zuletzt sieben Spielen ohne Niederlage ist die Champions League heuer wieder Thema. Leipzig schlugen die Hoffenheimer schon einmal in dieser Saison mit 4:0 zu Hause Anfang Dezember.

Die Bayern wärmen sich als alter und neuer Meister indes für Entscheidungsspiele in der Champions League auf. Vor dem Halbfinal-Hinspiel gegen Real Madrid am Mittwoch gastieren die Münchner in Hannover. Trainer Jupp Heynckes will Stammkräfte schonen. David Alaba laboriert an muskulären Problemen, der Einsatz des Wieners ist fraglich.

Von: APA/dpa

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