Kipchoge setzte sich zum bereits dritten Mal durch

Kein Weltrekord beim Marathon in London – Kipchoge gewann

Sonntag, 22. April 2018 | 16:55 Uhr

Beim 38. London-Marathon hat das warme April-Wetter Weltrekorde verhindert. Bei den Herren blieb Eliud Kipchoge aus Kenia in 2:04:17 Stunden fast eineinhalb Minuten über der Bestmarke seines Landsmannes Dennis Kimetto (2:02:57) von Berlin 2014. Bei den Frauen verpasste Vivian Cheruiyot in 2:18:31 Stunden die aus 2003 stammende Bestzeit der Britin Paula Radcliffe (2:15:25) deutlich.

Kipchoge setzte sich vor zumindest 40.000 Zuschauern zum dritten Mal nach 2015 und 2016 an der Themse durch. Der Äthiopier Tola Kitata kam in 2:04:49 auf Platz zwei, Dritter wurde der britische Lauf-Held Mo Farah, der trotz einer Panne mit seiner Trinkflasche mit 2:06:21 den aus 1985 stammenden, britischen Rekord deutlich verbesserte. Seine Zeit musste aber wie viele andere bei den Herren wegen einer Computerpanne nachträglich berichtigt werden. Weltrekordler Kimetto war am Sonntag in Wien gelaufen und hatte bei ebenfalls sehr hohen Temperaturen bei Halbzeit aufgegeben.

Ebenfalls wetterbedingt fiel in London auch das große Damen-Duell zwischen der kenianischen Vorjahressiegerin Mary Keitany und der mehrfachen Langstrecken-Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba aus Äthiopien aus. Beide mussten bei Temperaturen von deutlich über 20 Grad dem Tempo Tribut zollen, Keitany etwa wurde nur Fünfte. Platz zwei hinter Cheruiyot belegte Brigid Kosgei (KEN) in 2:20:13 vor Tadelech Bekele aus Äthiopien in 2:21:30.

Den Startschuss für den 38. London-Marathon hatte die britische Königin Elizabeth II. aus der Ferne gegeben. Im pinkfarbenen Kleid mit passendem Hut trat die Queen kurz vor 10 Uhr Ortszeit in den Hof von Schloss Windsor. Nach dem Abspielen der britischen Nationalhymne drückte die Queen auf einen roten Knopf, der auf einem Podest montiert war.

Von: APA/dpa/Ag.