Die Schweizerin gewann im Fotofinish

Keine Spitzenplätze für ÖSV-Langläufer in Seefeld

Samstag, 27. Januar 2018 | 15:46 Uhr

Die österreichischen Langläufer haben am Samstag beim ersten Langlauf-Weltcup in Seefeld seit 1999 im Skating-Sprint wenig überraschend keine Spitzenplätze erreicht. Dominik Baldauf und erstmals auch Lisa Unterweger überstanden immerhin die Qualifikation, schieden am Schauplatz der WM 2019 bei strahlendem Schönwetter aber in der ersten K.o.-Runde aus.

Die Siege vor 3.500 Zuschauern sicherten sich ex-aequo die Schweizerin Laurien van der Graaff und Sophie Caldwell aus den USA sowie der norwegische Topfavorit Johannes Hösflot Kläbo. Van der Graaff und Caldwell setzten sich knapp vor Olympiasiegerin Maiken Caspersen Falla (NOR) durch.

Für die Schweizerin ist es der zweite Weltcup-Erfolg nach jenem Ende Dezember in Lenzerheide. “Dass ich nachdoppeln konnte, ist perfekt. Ich hatte auch noch im Halbfinale einen Stockbruch. Dass es zum Sieg gereicht hat, ist einfach unglaublich”, jubelte die 30-Jährige. Norwegens Shootingstar Kläbo holte sich indes souverän vor dem Franzosen Lucas Chanavat und dem Schweden Calle Halfvarsson seinen bereits neunten Saisonsieg.

Unterweger schied im Viertelfinale zwar als Sechste und Letzte ihres Laufes aus, die 22-jährige Steirerin durfte sich als 28. aber über ihre ersten Weltcup-Punkte freuen. “Der Prolog war sicher eines meiner besten Rennen bisher. Die ersten Weltcup-Punkte, das ist natürlich super für mich. Ich bin auf jeden Fall zufrieden”, meinte die auch für Olympia nominierte Steirerin nach ihrem erst neunten Weltcup-Einsatz.

Baldauf schaffte es im letzten Sprint vor Olympia zum dritten Mal in dieser Saison in die K.o.-Phase. Der erhoffte Aufstieg ins Halbfinale blieb aber erneut aus. “Ich war schon oft im Viertelfinale, noch nie hat es wirklich geklappt, gerade heuer hatte ich echt schon viel Pech. Ich habe gehofft, dass das Glück daheim einmal zurückkommt, daher kann und will ich nicht zufrieden sein”, meinte der auf Rang 23 gelandete Vorarlberger, der als Fünfter des Viertelfinale mit Kläbo den Aufstieg deutlich verpasst hatte.

Teresa Stadlober (43.) und Anna Seebacher (56.) waren wie der Rest der ÖSV-Herren um Luis Stadlober (46.) und Bernhard Tritscher (54.) bereits in der Qualifikation hängengeblieben. “Die Top 30 sind eigentlich schon der Plan, das ist mir wieder nicht gelungen. Ich bin keine Sprintspezialistin, meine Stärken liegen auf der Distanz. So nehme ich das als guten Durchputzer für den Massenstart”, sagte Teresa Stadlober nach ihrem wenig überraschenden Out.

Die Salzburgerin peilt am Sonntag über 10 km ihren nächsten Spitzenplatz an. “Ich freue mich schon sehr darauf, es sind so viele Bekannte auf der Strecke. Ich glaube schon, dass es sehr gut passen wird.” Die Herren bestreiten am Sonntag als letzten Bewerb vor Olympia ein 15-km-Massenstartrennen in der freien Technik.

Von: apa