Watabe siegte vor Riiber und Rießle

Klapfer Achter in Seefeld – Watabe Kombi-Sieger

Freitag, 26. Januar 2018 | 17:40 Uhr

ÖSV-Hoffnungsträger Lukas Klapfer hat im ersten Teil des Nordic Combined Triples in Seefeld mit einer starken Langlaufleistung noch einen Top-Ten-Platz geschafft. Der Steirer wurde am Freitag im tief verschneiten Schauplatz der WM 2019 bei Traumwetter mit zweitbester Laufzeit Achter. Sein Rückstand auf Sieger Akito Watabe aus Japan beträgt vor den beiden Wochenendbewerben fast eine Minute.

Klapfer betrieb im 5-km-Langlauf Schadensbegrenzung, nachdem er im Springen nur auf dem 23. Rang gelandet war. “Mit der Wut im Bauch ist mir das aufgegangen, was ich mir vorgenommen habe. Den Rückstand halbwegs zu minimieren, ist mir gelungen”, sagte Klapfer, der bei seiner Aufholjagd durch einen nicht selbst verschuldeten Sturz (“Ich bin kurz am Bauch gelegen”) ein wenig Zeit eingebüßt hatte.

Auf den drittplatzierten Deutschen Fabian Rießle fehlen den vor zwei Wochen in Val di Fiemme zweimal auf das Podest gelaufenen Routinier 26,6 Sekunden. “Mit noch drei Sprüngen und 25 km Langlauf ist noch alles drinnen”, gab er sich optimistisch. Auf der Schanze müsse er einen neuerlich zu aggressiven Sprung vermeiden und einfach “passabel und sauber Skispringen”, so Klapfer.

Zweitbester ÖSV-Mann war überraschend Lukas Greiderer an der zwölften Stelle mit circa einer Minute Rückstand auf Watabe. Der Tiroler brachte sich damit in eine gute Ausgangsposition für das letzte noch offene Olympiaticket. “Damit bin ich zufrieden. Nach vorne schauen kann man immer, aber noch so ein ähnliches Ergebnis würde gut passen”, sagte Greiderer, dem sein zweitbestes Weltcupresultat gelungen war.

Die höher eingeschätzten Mario Seidl (16.) und Wilhelm Denifl (21.) waren wie Klapfer schon nach dem Springen im Hintertreffen, auf der Loipe gelang ihnen jedoch keine deutliche Verbesserung. “Ich war nach dem Sprung schon angefressen, weil ich nicht zeigen konnte, was ich kann. Im Langlauf habe ich dann den Frust rausgelassen. Auf die Langlaufleistung will ich aufbauen”, sagte Seidl nach der zehntschnellsten Laufzeit. Ex-Weltmeister Bernhard Gruber patzte ebenfalls auf der Schanze, der Salzburger kam auch im Langlauf nicht auf Touren und unmittelbar hinter Philipp Orter nur als 32. ins Ziel.

ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen war erleichtert, dass Klapfer die Ehre seines Teams gerettet hatte. “Das war eine richtig erfolgreiche Schadensbegrenzung”, bekräftigte Eugen. Mit dem Leistungen auf der Schanze war er freilich nicht zufrieden. “Springerisch war es leider durch die Bank zäh.” Positiv zu vermerken sei hingegen der gute Auftritt von Greiderer in beiden Wettkampfteilen, so Eugen.

Watabe feierte im Zielsprint gegen Sprungsieger Jarl Magnus Riiber seinen elften Weltcup-Erfolg, den ersten in Österreich. Der Japaner hat vor dem zweiten Tag nur 0,5 Sekunden Vorsprung auf den Norweger. Rießle liegt 32,4 Sekunden zurück. Dessen deutscher Landsmann Eric Frenzel, Sieger aller bisherigen vier Triple-Auflagen, muss als Elfter bereits 59,6 Sekunden gutmachen.

Am Samstag (1 Sprung/10 km) und Sonntag (2 Sprünge/15 km) folgen bei der WM-Generalprobe aufbauend auf das Freitag-Ergebnis noch zwei weitere Wettkämpfe. An diesen Tagen bestreiten auch die Langläufer jeweils zwei Weltcup-Bewerbe. Teresa Stadlober erhofft sich im Skating-Massenstart über 10 km am Sonntag einen neuerlichen Spitzenplatz.

Von: apa