DFB-Innenverteidiger Niklas Süle freut sich auf den Klassiker

Klassiker England – Deutschland als erster WM-Härtetest

Donnerstag, 09. November 2017 | 18:06 Uhr

Im mit 86.000 Zuschauern ausverkauften Wembley-Stadion in London steigt am Freitagabend (21.00 Uhr/live ZDF) mit dem Fußball-Klassiker England gegen Weltmeister Deutschland der erste große Härtetest für die WM im kommenden Jahr in Russland (14. Juni bis 15. Juli 2018). Durch zahlreiche Ausfälle auf beiden Seiten steht diesmal die zweite Garde, die sich für die Endrunde empfehlen kann, im Fokus.

Für die Engländer steht danach am Dienstagabend (21.00 Uhr) mit dem nächsten Heimspiel in Wembley gegen Rekordweltmeister Brasilien gleich die nächste Bewährungsprobe auf dem Programm. “Das ist ein hervorragender Test für uns”, bekräftigte Englands Teamchef Gareth Southgate am Donnerstag. “Zweimal vor vollem Haus zu spielen, das sind die Spiele, für die man lebt.”

Dieser Meinung ist auch der deutsche Erfolgstrainer Joachim Löw. “Auf der einen Seite wollen wir ein gutes Spiel machen, das Ergebnis ist ein wichtiges Kriterium. Aber ich will es auch hintenanstellen und gegen so eine Mannschaft experimentieren”, erklärte der 57-Jährige vor dem Abflug des deutschen Teams am Donnerstag von Berlin nach London. “Wir wollen Spieler sehen, die sonst nicht so oft bei uns zum Einsatz kommen.” Auch Southgate ist bereit für Experimente, wie er betonte: “Wenn wir in diesen Spielen nichts ausprobieren, wann wollen wir dann etwas über diese Mannschaften lernen für Russland?”

Löw peilt nach dem 2:1-Sieg im Jahr 2007 und dem 1:0-Erfolg vor vier Jahren seinen bereits dritten Sieg in Wembley an – ein Kunststück, das bisher noch keinem deutschen Trainer gelungen ist. Die durchaus gute England-Historie, wo die DFB-Elf seit dem 0:2 von Franz Beckenbauer und Co. im Jahr 1975 nicht mehr verloren hat, spielt für Löw aber keine Rolle. Denn die “Three Lions” haben längst den deutschen Jugendstil kopiert – wurden in diesem Jahr Weltmeister bei den U20- und U17-Junioren.

Der deutsche Mannschaft fliegt erst am Sonntag zurück in die Heimat. Allerdings nicht, weil man am 11. November dem Karnevals-Trubel in Köln, wo es am Dienstagabend gegen Vizeeuropameister Frankreich geht, entgehen will. Wie im Vorjahr in Rom, als sogar der Papst besucht wurde, steht am Samstag zum Jahresabschluss noch Sightseeing als Teambuilding-Maßnahme zwischen Big Ben und Buckingham Palace an.

Von: APA/dpa

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