Der Tiroler holte den starken zweiten Platz

Kletter-Silber-Medaille durch Schubert für Österreich

Sonntag, 18. September 2016 | 21:57 Uhr

Die letzte Entscheidung der Kletter-Weltmeisterschaften in Paris hat Österreichs Team die ersehnte Medaille gebracht. Jakob Schubert holte in der Vorstieg-Entscheidung der Herren Silber, der Weltmeister von Paris 2012 musste sich nur dem tschechischen Titelverteidiger Adam Ondra geschlagen geben. Bronze sicherte sich der französische Lokalmatador Gautier Supper.

Schubert hatte als Halbfinal-Vierter keine optimale Ausgangsposition, kletterte aber mit vollem Risiko in die Medaillenränge. Mit einer Höhe von 42+ übernahm der 25-Jährige die Zwischenführung, Supper und der Slowene Domen Skofic scheiterten an der Vorgabe des Österreichers. Ondra jedoch gab sich keine Blöße, nachdem er am Vortag Boulder-Silber gewonnen hatte. Für Schubert blieb sein zweites WM-Silber nach 2011.

“Die Stimmung im Finale war vergleichbar mit 2012 und es hat sich mindestens gleich gut angefühlt wie vor 4 Jahren”, zog Schubert einen Vergleich mit seinem WM-Sieg. “Ich habe alles gegeben und eine perfekte Leistung abgerufen. Mir bedeutet die Silbermedaille extrem viel, da ich sie auch für das Team geholt habe.” Schubert zog auch für das ganze Team Bilanz. Man habe sich stark präsentiert, bei den Damen habe es aber zweimal knapp nicht zur Medaille gereicht.

Am Sonntag war Anna Stöhr mit Medaillenpotenzial in die Boulder-Entscheidung gegangen. In ihrem sechsten WM-Finale en suite klappte es nur knapp nicht mit ihrem fünften Podestrang. Gold ging etwas unerwartet an die Schweizerin Petra Klingler vor den beiden japanischen Favoritinnen Miho Nonoka und Akiyo Noguchi. Vor Stöhr landete auch noch die US-Amerikanerin Megan Mascarenas.

Fünfte war schon am Samstagabend Jessica Pilz im Vorstieg geworden, und zwar im Dreier-Vergleich nur aufgrund des schlechteren Halbfinal-Ergebnisses hinter der Dritt- und Viertplatzierten. Am Sonntag war letztlich auch Nina Lach im Speed-Achtelfinale im Einsatz. Als Zwölfte der Qualifikation kam sie auf Klaudia Buczek, zog gegen die Polin allerdings den Kürzeren. Lachs Zeit von 9,35 Sekunden brachte ihr Endrang elf.

Bei der Schluss-Zeremonie wurde die Fahne des Weltverbands an den österreichischen Verbandspräsidenten Eugen Burtscher und Innsbrucks Vizebürgermeister Christoph Kaufmann übergeben. Die Tiroler Landeshauptstadt ist vom 6. bis 16. September 2018 knapp zwei Jahre vor dem Olympia-Debüt der Sportart nächster WM-Schauplatz in den Bewerben, Vorstieg, Boulder, Speed, Kombination und Para-Climbing.

Von: apa

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