Freude nach Europacup-Sieg währte nur kurz

Köln nach 0:3 gegen Hoffenheim in Bundesliga weiter sieglos

Sonntag, 05. November 2017 | 20:15 Uhr

Der 1. FC Köln von Trainer Peter Stöger ist auch nach der elften Runde der deutschen Fußball-Bundesliga noch sieglos. Der Tabellenletzte verlor am Sonntag gegen Hoffenheim verdient mit 0:3. Dennis Geiger (10.) und zweimal Sandro Wagner (56./Elfmeter, 80.) trafen für die Gäste, bei denen die Österreicher Florian Grillitsch und Stefan Posch durchspielten. Wolfsburg und Hertha BSC trennten sich 3:3.

Nach dem umjubelten Sieg in der Europa League waren die Kölner in der Liga wieder nur Punktelieferant und rauschen ungebremst dem sechsten Abstieg der Vereinsgeschichte entgegen. Der FC hat nach der neunten Niederlage und mit nur zwei Zählern bereits acht Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Die erst vier Saisontore zu diesem Zeitraum wurden in der Bundesliga-Historie noch nie unterboten.

Die abgezockten Hoffenheimer beendeten nach vier Spielen ohne Sieg die längste Negativserie in der Amtszeit von Trainer Julian Nagelsmann und verbesserten sich auf Rang fünf. Enttäuschende Begleiterscheinung auf Kölner Seite: Wieder einmal beleidigten Fans in mehreren Gesängen und mit einem geschmacklosen Plakat Dietmar Hopp. Dabei hatte Geschäftsführer Alexander Wehrle die FC-Anhänger dazu aufgerufen, Hoffenheims Mäzen fair zu behandeln.

Schon nach 20,6 Sekunden hat unterdessen Vedad Ibisevic Hertha BSC am Sonntag nach Assist von ÖFB-Teamspieler Valentino Lazaro in Führung geschossen. Am Ende reichte es für die Berliner beim VfL Wolsburg aber nur zu einem 3:3-Remis. Die Herthaner stehen in der Tabelle im Mittelfeld auf dem elften Platz, Wolfsburg ist auf Platz 14 zu finden. Unter dem neuen Trainer Martin Schmidt ist der VfL noch ohne Sieg.

Yunus Malli (41.) und Mario Gomez (44.) trafen vor der Pause nach zwei per Videobeweis aberkannten Toren für den VfL, Gomez schoss noch einen Foulelfmeter an die Latte. Nach der Pause stellte Divock Origi (60.) auf 3:2, für Hertha glichen Karim Rekik (53.) und Davie Selke (83.) zweimal aus. Für Wolfsburg war es das siebente Unentschieden im siebenten Spiel unter Schmidt.

Lazaro und Ibisevic sorgten für das bisher schnellste Tor der Saison. Zuvor hatte der Bosnier 901 Minuten lang keinen Treffer erzielt. In der fünften Minute rief der Stadionsprecher bereits den Ausgleichstreffer aus, doch Schiedsrichter Robert Kampka nahm ein Gomez-Tor nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten Jochen Drees wegen einer Abseitsstellung zurück.

Laute Pfiffe und “Schieber”-Rufe gegen Kampka gab es nach dem zweiten Tor, das er nach Kommunikation mit Drees zurücknahm: Den Schuss von Malli hatte der im Abseits stehende Daniel Didavi noch abgefälscht. Kampka und Drees lagen erneut richtig.

Von: APA/dpa

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