James Rodriguez ist der absolute Superstar der Kolumbianer

Kolumbien baut gegen Japan auf seinen Superstar James

Dienstag, 19. Juni 2018 | 01:00 Uhr

Portugal hat Cristiano Ronaldo, Argentinien Lionel Messi, Brasilien Neymar – und Kolumbien Strahlemann James Rodriguez. Der 26-Jährige greift am Dienstag (14.00 Uhr) in Saransk gegen Japan ins WM-Geschehen ein. Vor vier Jahren ging sein Stern beim Turnier in Brasilien auf. In Russland soll er die “Cafeteros” zumindest wieder ins Viertelfinale führen. Mit dabei ist diesmal auch Topstürmer Falcao.

Das verletzungsbedingte Aus des Angreifers bei der WM 2014 schockte die Kolumbianer. Rodriguez, der meist nur James genannt wird, sprang ein und wechselte schließlich als WM-Torschützenkönig zu Real Madrid. Vier Jahre später ist er auch dank seiner Social-Media-Präsenz das Aushängeschild der Mannschaft. Umso größer war die Sorge, als sich der derzeit an Bayern München verliehene Mittelfeldstratege wenige Tage vor dem Auftaktspiel mit muskulären Problemen in der Wade herumschlug. Rodriguez sollte nun aber fit sein.

“Warum nicht von einer WM träumen, die für alle spektakulär und einzigartig ist?”, sagte der Mann mit der Nummer 10 in einer Videobotschaft des Teams. Zur WM schaffte es die Auswahl des argentinischen Trainers Jose Pekerman nicht ohne Mühen. Nur 21 Tore erzielten die Kolumbianer in 18 Spielen der Südamerika-Qualifikation, Rodriguez traf sechsmal. Gemeinsam mit Falcao und Juventus-Flügelstürmer Juan Cuadrado soll die Offensive in Russland durchschlagskräftiger agieren.

Den Sprung in die K.o.-Phase wollen die Kolumbianer in der ausgeglichenen Gruppe H gegen Japan, Polen und Senegal auf alle Fälle schaffen. “Um im Vergleich mit der WM in Brasilien sehr gut abzuschneiden, sollten wir idealerweise weiter kommen. Ich glaube, wir können das schaffen”, sagte Stürmer Luis Muriel vor dem Auftakt. Vorerst müsse man sich aber nur auf Japan konzentrieren. Die Asiaten schlugen die Anden-Fußballer bereits vor vier Jahren in der Gruppenphase der WM deutlich mit 4:1.

Die Japaner wollen diese schmerzhafte Niederlage in der Mordowia Arena von Saransk vergessen machen. “Wir haben vier Jahre lang unter diesem Spiel gelitten”, sagte Torhüter Eiji Kawashima. Die Niederlage hatte damals das Aus als Gruppenletzter besiegelt. “Dieses Mal müssen wir uns selbst beweisen, dass wir es besser können”, betonte Kawashima.

Der erst seit zwei Monaten als Teamchef arbeitende Akira Nishino gab im Vorfeld jedoch an, dass ein Sieg gegen Kolumbien “ein kleines Wunder” wäre. Große Kampfansagen aus dem japanischen Lager blieben, wie nicht anders zu erwarten, aus. Der bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag stehende Kapitän Makoto Hasebe erklärte immerhin, dass die Mannschaft einen taktischen Plan parat habe. “Wenn es in die richtige Richtung läuft, können wir etwas mitnehmen”, sagte der defensive Mittelfeldspieler.

Gebangt wurde noch um die Match-Fitness von Stürmer Shinji Okazaki. Der 32-Jährige von Leicester City konnte seit der Ankunft im WM-Camp in Kasan wegen Wadenproblemen nur individuell trainieren.

Von: APA/dpa/ag.