Salzburger war am Holmenkollen Drittbester

Kombinierer Seidl in Oslo Weltcup-Dritter, Sieg an Watabe

Samstag, 10. März 2018 | 15:27 Uhr

Hauchdünn mit nur einer Zehntelsekunde Vorsprung auf den Norweger Jan Schmid hat sich Mario Seidl am Samstag beim Weltcup der Nordischen Kombinierer auf dem Holmenkollen seinen ersten Saisonpodestplatz gesichert. Der 25-jährige Salzburger, Olympia-Bronzegewinner in der Staffel in Pyeongchang, musste sich in Oslo nur dem Japaner Akito Watabe und dem Deutschen Fabian Rießle beugen.

Ausgerechnet auf dem traditionsreichen Holmenkollen, dem “Mekka” der Nordischen, gelang Seidl der insgesamt dritte Podestplatz seiner Karriere nach zwei Stockerlplätzen (2. und 3.) vergangenes Jahr beim Weltcup in Pyeongchang. “Es hat heute echt so Spaß gemacht. Die Stimmung da draußen war genial”, freute sich Seidl im ORF-Interview. Zehntausende Zuschauer, für die der 50-km-Langlaufklassiker der Herren freilich der Höhepunkt war, feuerten auch die Kombinierer an. “Das beflügelt einen, noch dazu wenn du einen Norweger in der Gruppe hast”, so Seidl.

Taktisch gesehen habe sich der Salzburger, der nach dem Sprung als Dritter ins Rennen gegangen war, gut Kraft sparen können. “Dass es fürs Stockerl gereicht hat, ist genial. Am Schluss war ich der Glücklichere beim Ausfallschritt”, gestand Seidl zum Zielsprint mit Schmid. Seidl hatte gemeinsam mit Lukas Klapfer, Bernhard Gruber und Wilhelm Denifl Olympia-Bronze geholt.

Auch Franz-Josef Rehrl kam als Siebenter in die Top Ten. “Das war heute wieder ein tadelloser Bewerb, auf der Schanze habe ich leider ein bisserl was liegen lassen.” Mit Lukas Greiderer (11.), der sogar die zweitbeste Zeit in die Loipe legte, Klapfer (13.) und Denifl (14.) sowie Weltcup-Rückkehrer David Pommer (21.) holten auch vier weitere Österreicher Weltcup-Punkte.

Für den zweifachen Olympia-Bronzegewinner Klapfer war an diesem Tag noch nicht mehr drinnen. Der zuletzt wegen einer fiebrigen Erkältung ausgefallene Steirer ist noch nicht wieder voll bei Kräften. “Ich habe mir heute extrem schwergetan. Ich habe nicht reingefunden, und schon am Anfang gemerkt, dass ich am Limit laufe.”

An der Spitze kommt Watabe dem Ziel, seine erste große Kristallkugel zu gewinnen, immer näher. Sechs Rennen vor Schluss führt der Japaner 101 Punkte vor Schmid und 418 vor Rießle. Der Weltcuptross bleibt in Norwegen, wo am Dienstag und Mittwoch in Trondheim zwei Einzelkonkurrenzen auf dem Programm stehen.

Von: apa