Aufregung um Florent Malouda

Kontroverse um Gold-Cup-Einsatz von Malouda

Mittwoch, 12. Juli 2017 | 10:26 Uhr

Nach dem Einsatz des früheren französischen Fußball-Vizeweltmeisters Florent Malouda beim Turnier um den Gold Cup in den USA droht dem Verband von Französisch-Guyana Ärger. Malouda war am Dienstag in Houston beim 0:0 gegen Honduras im zweiten Gruppenspiel sogar als Kapitän dabei, obwohl der Kontinentalverband CONCACAF zuvor erklärt hatte, der 37-Jährige sei nicht spielberechtigt.

Die Konföderation von Nord-, Mittelamerika und der Karibik kündigte unmittelbar nach der Partie an, sich mit dem Fall zu befassen. Malouda ist in Französisch-Guyana geboren und absolvierte 80 Länderspiele für Frankreich. Französisch-Guyana gehört zwar dem Kontinentalverband CONCACAF, nicht aber dem Weltverband FIFA an. Daher konnte Malouda in der Vergangenheit bereits für die Auswahl des französischen Überseegebietes auflaufen.

Allerdings hatte die CONCACAF erklärt, beim Gold Cup die FIFA-Regeln anzuwenden und Malouda für nicht spielberechtigt erklärt. Der Sieger des Gold Cups ist als Kontinentalmeister Teilnehmer am Confederations Cup, den die FIFA veranstaltet.

Im zweiten Gruppenspiel trennten sich WM-Viertelfinalist Costa Rica und Kanada ebenfalls am Dienstag in Houston 1:1 (1:1) und haben mit nun jeweils vier Punkten beste Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale. Costa Rica hatte zum Auftakt 1:0 gegen Honduras gewonnen, Kanada war gegen Französisch-Guayana 4:2 erfolgreich geblieben. In dieser Partie war der zuletzt in Indien aktive Malouda nicht eingesetzt worden.

Von: APA/dpa