Krisenklub trifft auf Krisenklub

Krisengipfel in Moskau: Spartak will Rapid “ernst nehmen”

Mittwoch, 28. November 2018 | 18:41 Uhr

Es ist das Treffen zweier Krisenclubs: Wenn Rapid am Donnerstag (18.55 Uhr MEZ) in der Europa League bei Spartak Moskau gastiert, treffen zwei nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzende Mannschaften aufeinander. Denn der russische Rekordmeister hechelt wie der österreichische den eigenen Ambitionen hinterher. Spartak will Rapid auch vor dem Derby gegen Lokomotive Moskau “ernst nehmen”.

Den Trainerwechsel hatte Rapid dem kommenden Gegner voraus: Dietmar Kühbauer ist seit gut zwei Monaten Rapid-Trainer, bei Spartak hat Oleg Kononow erst ein gelungenes Debüt (3:1 gegen Samara) gefeiert. Kononow wurde von Ligakonkurrent Arsenal Tula abgeworben, für medial kolportierte 3,2 Millionen Euro. Der erste Sieg nach zuletzt vier Spielen ohne wurde aber ebenfalls teuer bezahlt. Roman Sobnin, bei der Heim-WM 2018 im Kader der “Sbornaja”, verletzte sich im Finish am Meniskus und wurde bereits in Rom operiert.

Am kommenden Wochenende steht das Derby gegen Lokomotive Moskau vor der Tür, rotiert soll gegen Rapid nicht werden. “Wir konzentrieren uns völlig auf das Spiel gegen Rapid”, sagte Kononow am Mittwoch “Rapid ist eine ernst zu nehmende Mannschaft. Sie wird alles reinlegen, um zu gewinnen.” Die Wiener seien ähnlich einer deutschen Mannschaft: “Organisiert, diszipliniert und physisch bereit, über 90 Minuten oder mehr zu gehen”, sagte der ehemalige Mittelfeldspieler, dem Rapid-Kapitän Stefan Schwab besonders aufgefallen ist.

Die sportliche Zwischenfazit fällt beim höchstdekorierten Club Russlands (zehn russische, zehn sowjetische Meistertitel) ähnlich trist wie beim österreichischen Pendant aus. In der Tabelle liegen die Rot-Weißen nur auf Rang sieben. Nach 15 Runden stehen nur sechs Siege zu Buche – viel zu wenig für die Ansprüche der Fans, die sich derzeit ein offen ausgetragenes Scharmützel mit einzelnen Spielern liefern. Zuletzt hallten “Judas”-Rufe und Pfiffe gegen den von der organisierten Fan-Szene nicht als Kapitän akzeptierten Denis Gluschakow durch das Spartak-Stadion.

Von: apa

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