Johannes Lamparter leistete bei seinem WM-Debüt viel Führungsarbeit

Lamparters Großereignis-Debüt Investition für Zukunft

Freitag, 26. Februar 2021 | 18:20 Uhr

Der aktuelle Junioren-Weltmeister in der Nordischen Kombination hat nun auch sein Debüt bei einer “großen” WM hinter sich. Platz sieben im Normalschanzen-Bewerb in Oberstdorf entspricht exakt der aktuellen Gesamtweltcup-Platzierung von Johannes Lamparter, von daher hat der Tiroler seine Leistung gebracht. Der Senkrechtstarter analysierte sein Ergebnis auch abgeklärt und für einen 19-Jährigen sehr reif, er sieht es quasi als Investition in eine möglichst erfolgreiche Zukunft.

Der um vier Jahre ältere Jarl Magnus Riiber verteidigte seinen Titel letztlich souverän mit Erfolg, auch wenn der Norweger in der ersten Rennhälfte im Dreier-Pulk wie der Japaner Akito Watabe Lamparter die Führungsarbeit überließ. Vor drei Jahren war der nunmehrige Dominator der Szene freilich in einer ähnlichen Situation wie nun Lamparter gewesen, als 20-Jähriger blieb er bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang mit zwei vierten Einzelplätzen bitter enttäuscht von den Siegerehrungen entfernt.

Bei Lamparter fehlte diesmal noch mehr auf das Podest, doch der derzeit klar beste Österreicher sieht es realistisch: “Ich bin sehr zufrieden und schaue schon wieder nach vorne. Die vor mir waren, haben ein bisschen einen Trainingsvorsprung. Ihr Trainingsalter ist ein bisschen höher. Da kann ich jetzt sehr gelassen weiterarbeiten. Dass ich in der letzten Runde so explodiere und einen Leistungseinbruch habe, hätte ich nicht erwartet. Aber nichtsdestotrotz passt das gut für ein WM-Debüt.”

Der Zweite vom Saison-Weltcupauftakt in Ruka ist sich sicher, dass er von den am Freitag gemachten Erfahrungen noch profitieren wird. “Der Schuss ist nach hinten losgegangen. Man lernt daraus, es ist ein bisschen ein Lehrgeld gewesen”, bezog sich Lamparter auf seine intensive Führungsarbeit. “Aber ich würde es noch einmal so probieren, vielleicht geht es mir dann auf. Einfach dranbleiben und dann schaffe ich den Sprung auch noch. Ich blicke mit einem Lächeln nach vorne.”

ÖSV-Chefcoach Christoph Eugen bescheinigte seinem besten Mann, die besprochene Taktik ganz klar umgesetzt zu haben. “Er ist ein Wettkampftyp, warum soll er sich hinten drinnen hängen lassen. Er ist immer so gelaufen, das ist sein Naturell. Von dem her hat er nicht falsch gemacht. Es war einfach schade, dass die anderen nichts getan haben.” Für seinen ersten WM-Bewerb könne Lamparter daher auf jeden Fall zufrieden sein, meinte Eugen.

Von: apa

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1 Kommentar auf "Lamparters Großereignis-Debüt Investition für Zukunft"


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Universalgelehrter
1 Monat 17 Tage

In den ersten beiden Runden hat er viel investiert, um die Verfolger nicht rankommen zu lassen. Das hat ihn für das “Finale” wahrscheinlich zu viele “Körner” gekostet. Trotzdem eine sehr gute Leistung und ein Versprechen für eine erfolgreiche Zukunft.

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