Quintana brachte sich in eine hervorragende Ausgangsposition

Leader Quintana düpierte Froome auf 15. Vuelta-Etappe

Sonntag, 04. September 2016 | 18:27 Uhr

Nairo Quintana hat sich am Sonntag mit einem Schachzug auf der 15. Etappe der Vuelta a Espana in eine ausgezeichnete Position für die Schlusswoche gebracht. Der Kolumbianer distanzierte bei der Pyrenäen-Bergankunft am Formigal seinen schärfsten Verfolger Chris Froome um mehr als zweieinhalb Minuten. Den Tagessieg nach 118,5 Kilometern sicherte sich der Italiener Gianluca Brambilla – vor Quintana.

Froome, der souveräne Gewinner der diesjährigen Tour de France, zeigte auf dem 15. Teilstück erstmals Schwächen. Bereits nach wenigen Kilometern ließ sich der Brite bei einer Bergab-Attacke von Alberto Contador überraschen. Anders als der 26-jährige Quintana, der folgen konnte und mit der 13-köpfigen Spitzengruppe einen über zweiminütigen Vorsprung herausfuhr, blieb Froome im Hauptfeld zurück.

Froome war in der Folge im Peloton völlig isoliert, er konnte sich auch nicht auf die Hilfe seines sonst so starken Sky-Teams verlassen. Seine Helfer fielen allesamt noch weiter zurück. Nur weil die Astana-Mannschaft des Gesamt-Zehnten Michele Scarponi aber Nachführarbeit leistete, hielt sich der Rückstand annähernd in Grenzen. Auch wenn der dreifache Tour-de-France-Gewinner noch das 37 Kilometer lange Zeitfahren am kommenden Freitag vor sich hat, dürfte es für den Briten schwer werden, Quintanas ersten Vuelta-Sieg noch zu verhindern.

Rund 1,5 km vor dem Ziel bei der 1.800 m hochgelegenen Skistation Formigal attackierte Quintana schließlich trotz Gegenwinds – Brambilla ging als einziger das Tempo des Kolumbianers mit und sicherte sich schlussendlich auch den Tagessieg.

Ein Nutznießer des Tages war auch Contador, der in der ersten Woche gestürzt war und sich vom Plan, die Vuelta ein viertes Mal zu gewinnen, früh verabschieden musste. Gemeinsam mit zwei Helfern kurbelte er in der Spitzengruppe unermüdlich – und liegt in der Gesamtwertung als Vierter mit 4:02 Rückstand in Griffweite auf das Podest. Der Dritte Esteban Chaves liegt nur fünf Sekunden vor dem Spanier vom Tinkoff-Rennstall des Österreichers Michael Gogl. Der Contador-Helfer wurde am Sonntag als bester Österreicher mit 19:01 Minuten Rückstand 67.

Von: apa

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