Charles Leclerc ist auch in Baku flott unterwegs

Leclerc holt Tagesbestzeit beim Formel-1-Training in Baku

Freitag, 10. Juni 2022 | 19:44 Uhr

Auf den Straßen von Baku ist Ferrari-Pilot Charles Leclerc wieder der Gejagte. Der Monegasse sicherte sich am Freitag im Formel-1-Training vor dem Grand Prix von Aserbaidschan klar die schnellste Runde des Tages und ist erneut Favorit auf die Pole Position. Weltmeister Max Verstappen ist gefordert, auch weil der Red-Bull-Star immer mehr Konkurrenz aus dem eigenen Stall bekommt.

Verstappens Teamkollege Sergio Perez fuhr im ersten Training zunächst die Bestzeit und wurde dann am späten Nachmittag Zweiter hinter Leclerc. Wieder ließ der Mexikaner den Leitbullen Verstappen hinter sich. In der Gesamtwertung liegt Perez vor dem achten Saisonrennen als Dritter nur sechs Punkte hinter Leclerc und 15 hinter dem führenden Verstappen.

“Checo ist genauso in dieser WM wie Max es ist”, sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. In der vergangenen Woche hatte der Rennstall den am Saisonende auslaufenden Vertrag mit Perez bis Ende 2024 verlängert. Der Routinier habe sich in diesem Jahr noch einmal verbessert und die Lücke zum Teamkollegen Verstappen “deutlich verringert”, sagte Horner.

Obwohl er am Ende hinter Perez lag, war Verstappen nach Gelben Flaggen auf seiner schnellen Runde nicht unzufrieden. Die Performance sehe insgesamt ganz okay aus. “Ferrari scheint auf eine Runde sehr schnell zu sein. Aber die Longruns sind ausgeglichener”, sagte der Niederländer, der jedoch auch mit Untersteuern in seinem RB18 kämpfte.

Leclerc nahm Verstappen in der 2. Session 0,356 Sekunden ab. Schon vor zwei Wochen bei seinem Heimspiel in Monaco hatte der 24-Jährige die Konkurrenz bei der Zeitenjagd auf einem Stadtkurs hinter sich gelassen. Im Rennen aber patzte sein Ferrari-Team, stattdessen triumphierte Perez.

Vom Siegen ist der frühere Dominator Mercedes weit entfernt. Die Silberpfeile haben Probleme mit dem Reifengrip und leiden zudem mehr als weite Teile der Konkurrenz unter Bouncing, das die Fahrer in Baku in ihren Cockpits regelrecht hüpfen lässt.

Lewis Hamilton beklagte nach den Rängen sechs und zwölf nicht funktionierende Updates. Und auch Chef-Renningenieur Andrew Shovlin findet aktuell wenig erbauliche Worte: “Alles in allem befinden wir uns in keiner guten Position, und es geht eher darum, grundlegende Verbesserungen zu finden, als an der Feinabstimmung zu arbeiten.”

Fernando Alonso zeigte indes einmal mehr auf. Der spanische Altmeister fuhr seinen Alpine auf die Trainings-Ränge fünf und vier.

Von: APA/dpa

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