Trifft und trifft: Lewandowski scorte gegen Stuttgart ein Triplepack

Lewandowski-Gala bei Bayerns 4:0 gegen Stuttgart

Samstag, 20. März 2021 | 20:28 Uhr

Der FC Bayern hat in der deutschen Fußball-Bundesliga nach einem frühen Platzverweis so richtig aufgedreht. Robert Lewandowski traf beim 4:0 (4:0) gegen den VfB Stuttgart in der ersten Halbzeit im Triplepack und rückt dem Torrekord von Gerd Müller mit seinen nun 35 Saisontreffern immer näher. Bei den Schwaben endete die Serie von Sasa Kalajdzic, der zuvor in sieben aufeinanderfolgenden Partien getroffen und damit die Club-Bestmarke von Fredi Bobic eingestellt hatte.

Die Bayern liegen an der Spitze nun wieder vier Zähler vor Verfolger RB Leipzig, der bereits am Freitag bei Arminia Bielefeld (1:0) gewonnen hatte. Dritter ist Wolfsburg. Die Elf von Trainer Oliver Glasner siegte in Bremen mit 2:1 (2:1). Der Vierte Eintracht Frankfurt gewann daheim gegen Union Berlin mit 5:2 (4:2). Martin Hinteregger stand bei der Elf von Adi Hütter aufgrund einer Oberschenkelverletzung nicht im Kader, er wird laut Hütter dennoch zu Österreichs Nationalteam stoßen.

Dortmund holte in Köln nur ein 2:2, wobei Erling Haaland in der 3. und 90. Minute traf. Mönchengladbach stieß das abgeschlagene Schlusslicht Schalke mit einem 3:0-Erfolg in Gelsenkirchen im Abendspiel ein Stück weiter Richtung Abstieg. Stefan Lainer traf für die Borussen in der 63. Minute aus einem Eckball per Kopf zum 2:0. Gladbach hatte zuletzt sieben Pflichtspiel-Niederlagen in Serie kassiert.

In München sah es nach dem Platzverweis (12.) von Alphonso Davies – der Linksverteidiger stieg Wataru Endo auf den Knöchel – nur kurz düster für die Bayern aus. Kalajdzic fand noch eine gute Möglichkeit vor, sein Kopfball fiel aber zu zentral auf Manuel Neuer aus (14.). Danach folgte aber eine Machtdemonstration der Hausherren. Lewandowski mit rechts (18.), Serge Gnabry (22.), Lewandowski per Kopf (23.) und mit links (39.) trafen gegen zermürbte Stuttgarter scheinbar nach Belieben.

In der zweiten Halbzeit ließ Lewandowski noch eine Riesenchance aus, ehe er in der 70. Minute vom Feld durfte. Polens Fußballstar fehlen damit nur noch fünf Tore in den kommenden acht Runden, um Gerd Müllers 40-Tore-Marke aus der Saison 1971/72 zu knacken. “Die Rote Karte hat uns aufgeweckt”, sagte Lewandowski nach dem Spiel. “Es ist immer eine große Challenge, auch für den Kopf, immer bereit zu sein, immer hungrig auf die Tore und die Situationen zu sein”, meinte er zu seinen Treffern.

Kalajdzic fehlte bei seiner zweiten Möglichkeit nach einer Hereingabe dann ein halber Meter auf das Ehrentor der Gäste (67.). David Alaba startete in Abwesenheit des erkrankten Joshua Kimmich bei den Bayern im zentralen Mittelfeld, rückte nach Davies’ Ausschluss aber nach links hinten und verbrachte einen geruhsamen Nachmittag.

Frankfurt gewann ein Sieben-Tore-Spektakel mit schönen und kuriosen Treffern. Negativer Höhepunkt für die Berliner war das Eigentor von Robert Andrich aus fast 25 Metern zum 1:2. Als Rückpass vorgesehen, kullerte der Ball ins leere Tor, da Union-Schlussmann Andreas Luthe aus seinem Tor gekommen war. Für die Frankfurter traf Andre Silva doppelt. Stefan Ilsanker spielte erneut in der Dreier-Abwehr, bei den Verlierern stand Christopher Trimmel am Feld. “Happy” war Hütter: “Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie wir derzeit spielen.”

Während die Eintracht nun vier Punkte Vorsprung auf Dortmund hat, ist die Situation von Wolfsburg noch bequemer. Xaver Schlager und Co. liegen nun acht Zähler vor dem fünftplatziertem BVB. Für die Wolfsburger trafen Werders Joshua Sargent per Eigentor (9.) und Torjäger Wout Weghorst (42.). Ein Tor von Kevin Möhwald (45.) war für Bremen zu wenig. Für Wolfsburg war es der achte Liga-Sieg in den jüngsten zehn Spielen. “Wir sind wieder in der Spur”, sagte Glasner. Vor zwei Runden hatte sein Team bei Hoffenheim verloren.

Von: apa