Große Enttäuschung nach dem ersten Spiel

Lewandowski oder James? – Stars kämpfen ums Überleben

Sonntag, 24. Juni 2018 | 01:00 Uhr

Im zweiten Fußball-WM-Gruppenspiel der beiden bisherigen Verlierer Polen und Kolumbien kämpfen auch Robert Lewandowski und James Rodriguez gegen das frühe Aus. Wer am Sonntag (20.00 Uhr) in Kasan wieder leer ausgeht, ist praktisch draußen. Dass es zu dieser Situation kommt, hat viel mit den bei Bayern München spielenden Topstars beider Nationen zu tun.

Denn der Toptorjäger aus der deutschen Bundesliga und der WM-Torschützenkönig von 2014 geben bisher Rätsel auf. Nach starken Vorbereitungsspielen mit den Polen war Lewandowski beim 1:2 gegen Senegal praktisch nicht zu sehen. Der Kapitän schien danach dermaßen frustriert, dass er drastische Worte wählte. “So holen wir hier keine Punkte”, meinte Lewandowski. “Der Alptraum von der Europameisterschaft ist zurück.”

Schon bei der EM 2016 hatte Lewandowski seine Extraklasse nicht unter Beweis stellen können. Gegen Kolumbien aber wird sie mehr denn je gefragt sein: Sonst könnte sein Münchner Teamkollege James von Lewandowskis Schwäche profitieren.

Doch auch der kolumbianische Nationalheld bereitet wegen ominöser muskulärer Beschwerden Sorgen. Beim 1:2 gegen Japan spielte der Mittelfeldakteur nur die letzte halbe Stunde, weil er anscheinend eine Wadenverletzung noch nicht vollständig auskuriert hat. Trainer Jose Pekerman trug bisher wenig zur Aufklärung bei. Zuletzt zeigte sich James aber wieder mit seinem strahlenden Lächeln auf dem Trainingsplatz.

Nach dem misslungenen Auftakt machte der 26-Jährige dem Team und sich selbst Mut. “Sieger lassen sich nicht von Fehlern aufhalten. Sie nehmen den Kopf hoch und warten mit Geduld auf die nächste Möglichkeit, es besser zu machen”, twitterte er. “Ich vertraue meiner Mannschaft.”

Auch und vor allem Stürmer Radamel Falcao von AS Monaco hofft auf seine Rückkehr in die Startformation. Der Kapitän hatte die WM 2014 wegen einer Knieverletzung verpasst und ist neben James die Säule in der Offensive der Kolumbianer. “Ich sehe diese WM nicht wie ein Geschenk. Ich habe die vergangenen vier Jahre sehr viel dafür gearbeitet, um hier zu sein”, sagte der 32-Jährige.

Jetzt soll gegen Polen nicht schon alles vorbei sein. “Wir sind zwei Mannschaften unter Druck. Das Spiel wird sicher ein Finale, das darüber entscheidet, wer weiterkommt und wer nicht. Beide Teams werden hart um den Ballbesitz kämpfen und den Raum des Gegners eng machen”, meinte der Monaco-Stürmer.

Umgekehrt sind sich auch die Polen der Bedeutung der Partie bewusst. “Sie haben eine Menge großartiger Spieler und werden ein harter Gegner sein. Aber wir wissen, worum es in diesem Spiel geht”, erklärte Abwehrspieler Bartosz Bereszynsk.

Von: APA/dpa/ag.

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