In der 91. Minute kam die Erlösung durch Lewandowski

Lewandowski schoss Bayern spät zum Sieg in Wolfsburg

Samstag, 17. Februar 2018 | 21:02 Uhr

Bayern München hat am Samstag das dritte Remis in der laufenden Bundesliga-Saison in letzter Minute abgewendet. Trainer Jupp Heynckes schonte beim 2:1 des deutschen Fußball-Rekordmeister beim VfL Wolfsburg zahlreiche Leistungsträger. Der wie David Alaba erst in der zweiten Hälfte eingewechselte Robert Lewandowski traf in der 91. Minute per Elfer zum Sieg. Bayer Leverkusen rückte auf Platz zwei.

Auch Thomas Müller, Jerome Boateng, Mats Hummel und Joshua Kimmich waren in der Volkswagen Arena für die Bank vorgesehen. Sie sahen, wie Daniel Didavi die Wolfsburger mit dem ersten Torschuss in der achten Minute per Kopf in Führung brachte. Danach übernahmen die Münchner das Kommando, ließen aber vorerst klare Chancen vermissen. Die beste vergab in der 55. Minute Arjen Robben, der vom Elfmeterpunkt am glänzend reagierenden VfL-Torhüter Koen Casteels scheiterte.

Nach einer mustergültigen Flanke von Robben mit seinem schwächeren rechten Fuß traf dann aber Sandro Wagner (64.) ebenfalls per Kopf zum Ausgleich. Alaba betrat den Platz in der 66. Minute für Franck Ribery und nahm dessen Platz auf der linken Angriffsseite ein. Mit dem Wiener drängten die Bayern auf den zweiten Treffer, Wolfsburg stemmte sich aber wirkungsvoll dagegen.

Erst als Robben in der 90. Minute beim Vorstoß in den Strafraum am linken Arm zurückgehalten wurde, bedeutete dies das Ende der Hoffnungen der Hausherren. Lewandowski, von Heynckes in der 79. Minute für Wagner eingetauscht, schoss flach in die rechte Ecke. Wieder reagierte Casteels gut und brachte sogar die Hand an den Ball, konnte das Tor in der ersten Minute der Nachspielzeit jedoch nicht verhindern.

Leverkusen verbesserte sich mit einem 2:1-Sieg beim Hamburger SV vorläufig auf den zweiten Platz. ÖFB-Teamkapitän Julian Baumgartlinger wurde dabei kurz vor Schluss eingewechselt. Werder Bremen musste sich beim SC Freiburg 0:1 geschlagen geben. Für die Grün-Weißen, die auf den wegen Muskelproblemen pausierenden Zlatko Junuzovic verzichten mussten, spielte Florian Kainz durch.

Schalke 04 fuhr einen wichtigen Sieg im Kampf um die Europacup-Plätze ein. Die Gelsenkirchner setzten sich zu Hause gegen 1899 Hoffenheim verdient mit 2:1 durch. Schalke schob sich dadurch vorübergehend punktegleich mit dem Lokalrivalen Borussia Dortmund auf Rang fünf.

Die Tore für Schalke erzielten Thilo Kehrer (11.) und Breel Embolo (28.). Ein weiterer Treffer von Embolo nach Zuspiel von Alessandro Schöpf wurde per Videobeweis wegen Abseits aberkannt (14.). Schöpf wurde in der Nachspielzeit ausgewechselt, ÖFB-Teamkollege Guido Burgstaller spielte im Sturm durch und zeigte einige sehenswerte Offensivaktionen. Diese wurden aber nicht mit seinem achten Liga-Saisontor belohnt.

Hoffenheim kam durch Andrej Kramaric nur noch zum Anschlusstreffer (78.). Florian Grillitsch war über die volle Distanz im Einsatz, Landsmann Robert Zulj wurde in der zweiten Hälfte eingewechselt (58.). Die Hoffenheimer treten als Neunter auf der Stelle, der Rückstand auf Schalke verdoppelte sich auf sechs Zähler. Schalke hatte davor zwei Liga-Niederlagen in Folge kassiert. Zu Hause waren die Gelsenkirchner im Frühjahr noch sieglos.

Der Tabellenletzte 1. FC Köln und Hannover 96 trennten sich 1:1. Ein vermeintlicher Last-Minute-Treffer von Claudio Pizarro wurde vom Schiedsrichter wegen einer angeblichen Abseitsstellung zurückgenommen. Bei Hannover spielte Stürmer Martin Harnik ab der 71. Minute, blieb jedoch wirkungslos.

Erst am Sonntag im Einsatz ist Borussia Dortmund, die Mannschaft von Trainer Peter Stöger tritt bei Borussia Mönchengladbach an. RB Leipzig trifft im ersten Bundesliga-Montagsspiel auswärts auf die Frankfurter Eintracht.

Von: apa