Lewis Hamilton macht das "Bouncing" schwer zu schaffen

Lewis Hamilton will trotz Schmerzen in Kanada starten

Montag, 13. Juni 2022 | 13:10 Uhr

Nach seinem schmerzhaften Rennen in Baku hat Formel-1-Star Lewis Hamilton vorsichtig Entwarnung gegeben. “Der Rücken ist ein bisschen wund und geprellt, aber zum Glück nichts Ernstes”, schrieb der Mercedes-Pilot am Montag bei Instagram. Er habe in der Nacht nach dem Aserbaidschan-GP schlecht geschlafen, sich mit Physiotherapie und Akupunktur behandeln lassen. Einen Verzicht auf einen Kanada-Start am Sonntag schloss Hamilton aus: “Ich würde es um nichts in der Welt verpassen.”

Zuvor hatte Mercedes-Teamchef Toto Wolff gesagt, es sei “definitiv” möglich, dass der Rekordchampion eine Zwangspause in Montreal einlegen könnte. Verursacht durch seinen stark hoppelnden Mercedes habe Hamilton nicht nur muskuläre Probleme durch die ständigen Schläge, denen er derzeit im Cockpit ausgesetzt ist. “Das geht echt tief auf die Wirbelsäule und das hat Folgen”, erklärte Wolff. Die Ersatzpiloten bei Mercedes sind der Belgier Stoffel Vandoorne und der Niederländer Nyck de Vries.

TV-Bilder zeigten Hamilton kurz nach Rennende in Baku, wie er sich anscheinend nur mit größter Mühe aus seinem Auto quälte. “Es sieht schlimm aus und fühlt sich 100 Mal schlimmer an”, hatte der Brite in der Nacht zu Montag bei Instagram wissen lassen.

Das technische Problem entsteht durch die zu dieser Saison stark veränderten Fahrzeuge. Bei hoher Geschwindigkeit werden die Autos auf den Geraden so auf den Boden gepresst, bis diese kurz den Asphalt berühren und so wieder hoch gedrückt werden. Die Fahrer werden dabei immer wieder heftig durchgerüttelt.

Hamilton räumte auch ein, dass er so etwas wie in Baku nicht mehr erleben möchte. “Die Fahrer haben die Köpfe zusammengesteckt und bis auf einen alle gesagt, dass es ein Problem ist”, sagte Wolff. Nur Fernando Alonso macht sich demnach nichts aus dem heftigen Rütteln. Teamkollege George Russell warnte als Sprecher der Fahrergewerkschaft, dass viele Piloten ihre Autos auf unebenen Strecken nur mit Mühe auf einer geraden Linie halten könnten. Hamilton: “So oft wäre ich beinah in die Mauer gefahren.”

Von: APA/dpa

Kommentare

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5 Kommentare auf "Lewis Hamilton will trotz Schmerzen in Kanada starten"


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tiger
tiger
Tratscher
14 Tage 20 h

Möchte nicht wissen wie viele Menschen auf der Welt Rücken schmerzen haben und müssen trotzdem zur Arbeit. Promis können wenn’s ihnen nicht gut geht eine Auszeit machen, ein normaler Mensch muß leider trotzdem nicht Schmerz zur Arbeit… traurig 😐

einervonvielen
einervonvielen
Universalgelehrter
14 Tage 18 h

Drama-Queen, ob das wohl mit der Unfähigkeit des Teams zusammenhängt…..ein Schelm, …

Offline1
Offline1
Kinig
14 Tage 21 h

Die neuen Niederquerschnittsreifen haben andere Teams mit Anpassungen ihrer Fahrwerke auch im Griff. Warum gelingt das ausgerechnet Mercedes nicht ?

rrud
rrud
Neuling
14 Tage 12 h

Weichei, bei dem Gehalt

berthu
berthu
Universalgelehrter
14 Tage 3 h

Es tut schon weh, wenn man in einem “normal”gefedertem/gedämpften Fahrzeug mal den Anschlag der Federung erreicht. Was das tut, wenn die F1-Fahrer eh schon am Boden sitzen, und fast ungedämpft den Schlag einer Bodenberührung in den Steiß bekommen? Bodenberührung mit Funkenflug müßte Fahrzeug- und Streckentechnisch total vermieden werden. Da wird auf Kosten der Fahrer, gesundheitlich und sicherheitsmäßig mit dem Leben gespielt. Mal abgesehen von der allgemeinen Sinnhaftigkeit dieses Spektakels. Haltbarkeit und Leistung von Fahrzeugen kann man auch “normal” testen.

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