Roma scheiterte letztlich knapp an Liverpool

Liverpool trotz 2:4 in Rom im Champions-League-Finale

Mittwoch, 02. Mai 2018 | 23:13 Uhr

Liverpool kämpft erstmals seit elf Jahren wieder um die höchste Trophäe im Club-Fußball. Die Reds verloren das Halbfinal-Rückspiel der Champions League bei der AS Roma am Mittwoch zwar mit 2:4 (2:1), nach dem 5:2 im Hinspiel waren die Engländer im Stadio Olimpico aber nie in Gefahr, den Aufstieg noch zu verspielen. Im Endspiel am 26. Mai in Kiew trifft Liverpool auf Titelverteidiger Real Madrid.

Sadio Mane erzielte schon in der 9. Minute nach einem schweren Patzer der Römer das 1:0 für die Gäste. Der Roma gelang durch ein Eigentor von James Milner (15.) zwar der rasche Ausgleich, Georginio Wijnaldum (25.) traf nach nicht einmal einer halben Stunde aber erneut für die Elf von Trainer Jürgen Klopp. Nach dem 2:2 durch Edin Dzeko (52.) fielen die übrigen Roma-Treffer durch Radja Nainggolan (86., 94./Hands-Elfmeter) zu spät.

Zuletzt hatte der fünffache Bewerbssieger von der Merseyside in einem denkwürdige Finale gegen Milan 2005 die Champions League gewonnen. Zwei Jahre später revanchierten sich die Mailänder.

Ein zweites gelbrotes römisches Wunder wie im Viertelfinale gegen den FC Barcelona blieb aus. Liverpool schoss bereits in der ersten halben Stunde die vorentscheidenden Tore, wobei die Engländer von Fehlern der Hausherren profitierten. Dem Treffer von Mane ging ein haarsträubender Fehlpass von Nainggolan im Mittelfeld voraus. Roberto Firmino setzte Mane ein und der ehemalige Salzburg-Profi ließ sich die Chance nicht entgehen.

Das 1:1 fiel in die Kategorie Slapstick-Tor. Liverpool-Verteidiger Dejan Lovren wollte per Fuß klären, traf jedoch Milner am Kopf, von wo sich der Ball ins Tor senkte. Unter dem Publikum regte sich Hoffnung auf die Wende. Diese wurde alsbald zerstört. Mane scheiterte nach einem kraftvollen Vorstoß von Andy Robertson noch am Fuß von Roma-Torhüter Alisson. Wijnaldum verwertete jedoch nach dem darauffolgenden Eckball per Kopf, nachdem Dzeko die unfreiwillige Vorarbeit geliefert hatte und Alessandro Florenzi viel zu langsam herausgerückt war.

Von einem perfekten Auftritt, den Roma-Trainer Eusebio Di Francesco erhofft hatte, waren die Italiener weit entfernt. Bei Liverpool war von Torjäger Mohamed Salah wenig zu sehen. Der im Hinspiel noch imposant agierende Ägypter musste auch nicht wirklich Großartiges vollbringen. Die Roma agierte offensiv zu harmlos, Liverpools Schlussmann Loris Karius kam nur bei einem abgefälschten Schuss von Stephan El Shaarawy an die Stange (35.) in Bedrängnis.

Die Partie plätscherte auch in den ersten Minuten nach der Pause dahin. Fehleranfällig blieb auch Liverpool: El Shaarawy ging links durch, seinen von Karius abgewehrten Schuss brachte Dzeko zu seinem fünften Tor im fünften Champions-League-Auftritt in Folge im Tor unter. Drei Treffer brauchte die Roma zu diesem Zeitpunkt für die Verlängerung.

Der klar verbesserte Tabellendritte der Serie A tat gegen eine sehr passive Liverpool-Elf mehr, um den erstmaligen Einzug ins Finale des höchsten europäischen Clubbewerbs doch noch zu realisieren. Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit hätten die Römer einen Elfmeter bekommen können, als Trent Alexander-Arnold im Strafraum einen Schuss an die Hand bekam. Es wäre vielleicht noch die Möglichkeit auf eine Überraschung gewesen.

So agierte Liverpool praktisch bis zum Schlusspfiff im Kraftspar-Modus. Nainggolan traf noch zweimal, nach seinem verwerteten Elfmeter tief in der Nachspielzeit ertönte aber der Schlusspfiff. Die Reds kassierten damit immerhin noch die ersten Niederlage in dieser Königsklassen-Saison.

Von: apa

Kommentare

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12 Kommentare auf "Liverpool trotz 2:4 in Rom im Champions-League-Finale"


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Fochmonn
Fochmonn
Grünschnabel
24 Tage 15 h

gut so Liverpool!! Italien ist kein Fußball Land mehr!

forzafcs
forzafcs
Tratscher
24 Tage 11 h

Da wirst du deinen Namen nicht gerecht. Sowohl beim Auscheiden von Milan, Juve und Rom hatten die Schiris nicht ihren besten Tag. Aber zum Glück steht Deutschland ja so gut dar…

forzafcs
forzafcs
Tratscher
24 Tage 19 h

Mit fähigen Schiris wäre das Finale Roma – Bayern.

Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
24 Tage 10 h

zumindest wäre das spiel noch richtig spannend geworden. der übersehene handelfer war schon eklatant. wirft sich in torwartmanier in den schuss und macht eine weltklasse parade. zudem wäre es ein klarer torraub und somit rot! auch das gepfiffene abseits mit nachfolgenden elferfaul auf dzeko war sehr fragwürdig. in summe etwas glücklicher verlauf bzw. entscheidungen für liverpool gestern. das spiel war zum dienstagspiel taktisch besser. doch auch gestern wieder einige horrende individuell technische fehler für ein HF der CHL

forzafcs
forzafcs
Tratscher
24 Tage 9 h

@Mistermah Zusätzlich noch beim Hinspiel das 3-0 war auch Abseits, das macht eine Differenz von 3 Toren wo die Schiris ihre Hände in Spiel hatten. Bayern Real der glasklare Elfer von Marcelo. Aber es wird schon einen Grund haben warum es keinen VAR in der CL gibt, Real in Finale ergibt einfach mehr Millionen als Bayern…

Johnarch
Johnarch
Grünschnabel
24 Tage 11 h

Knapp gescheitert?? Hat denn niemand das Hinspiel gesehen? Eine Lektion vom Feinsten..die Roma-Spieler wurden schwindlig gespielt und wussten teilweise nicht mal wo der Ball ist…

forzafcs
forzafcs
Tratscher
24 Tage 9 h

Ein Halbfinale besteht immer aus Hin und Rückspiel 😉

Johnarch
Johnarch
Grünschnabel
24 Tage 8 h

Ohne Zweifel, aber dass im Hinspiel Roma nicht die geringste Chance hatte, ich glaube das wird wohl jeder noch so blauäugige Fan einsehen müssen…gestern hat Liverpool nicht mal ansatzweise Fussball gespielt und trotzdem weiter gekommen, das sagt wohl alles.

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Superredner
24 Tage 20 h

Trotzdem Bravo an die Roma (und das obwohl ich kein Fan von denen bin)

herbstscheich
herbstscheich
Superredner
24 Tage 11 h

diese “Sportart”  ist bald an ihrem Ende angelangt…

Bubi
Bubi
Tratscher
24 Tage 10 h

bravo Roma aber ich fordere auch für die Ch.League einen Videobeweis so wurden doch manche Spiele durch krasse Fehlentscheidungen der Schiedsrichter entschieden und Mannschaften stünden nicht dort wo sie heute sind.

witschi
witschi
Universalgelehrter
24 Tage 9 h

i gunns in de zwoa verhofteten ultras, haha

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