Steiner etwas überrascht

Südtiroler Haas-Teamchef: “Man weiß es nicht, bis man es weiß”

Samstag, 24. März 2018 | 11:40 Uhr

Teamchef Günther Steiner hat zugegeben, von der starken Performance der Haas-Equipe vor dem Großen Preis von Australien etwas überrascht zu sein. “Es ist nicht, was wir erwartet haben, sondern was wir gehofft haben. Aber man weiß es nicht, bis man es weiß”, meinte der Südtiroler am Samstag im Formel-1-Fahrerlager. Das US-Team war im Melbourne-Qualifying “best of the rest”.

Der Däne Kevin Magnussen stellte seinen Boliden auf Platz sechs, Teamkollege Romain Grosjean aus Frankreich wurde Siebenter. Durch eine Strafe für den fünftplatzierten Red-Bull-Fahrer Daniel Ricciardo rückten beide in der Startaufstellung sogar noch mal jeweils um einen Platz nach vorn und schafften damit das beste Quali-Ergebnis für den 2016 in die Formel 1 gekommenen Rennstall.

“Wir sind zuversichtlich, dass unser Auto gut ist, aber wir wissen nicht, wie gut es ist. Wir haben gewusst, McLaren, Renault und wir sind ungefähr auf dem gleichen Niveau, aber nicht exakt”, meinte Steiner. Sein Team, das maßgeblich von Ferrari unterstützt wird, hatte schon mit starken Teilergebnissen bei den Testfahrten nahe Barcelona auf sich aufmerksam gemacht.

“Aber bei den Testfahrten gibt es mit dem Gewicht, der Motoreinstellung, der Tageszeit so viele Variablen. Wir haben gewusst, wir werden nahe dran sein, aber wir haben nicht gewusst, ob wir vor oder hinter ihnen sein werden”, sagte Steiner. “Es hat sich gezeigt, wir sind vor ihnen, das ist gut für uns.”

Dass viele Beobachter den sichtbaren Fortschritt einzig mit dem Ferrari-Motor erklären, der im Wesentlichen dem Modell entspricht, mit dem Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen im vergangenen Jahr sehr schnell unterwegs waren, sei ihm egal. “Jeder kann seine Meinung haben. Aber eine Meinung ohne Einblick – da habe ich nicht viel dazu zu sagen”, erklärte Steiner. “Wir machen nichts, was wir nicht tun sollten oder was nicht erlaubt wäre. Also sind wir komplett ehrlich.”

Von: apa

Bezirk: Bozen