Javier Mascherano: "Es ist vorbei"

Mascherano erklärte Rücktritt aus argentinischem Team

Samstag, 30. Juni 2018 | 20:58 Uhr

Javier Mascherano hat nach dem Aus von Argentinien im WM-Achtelfinale seinen Rücktritt aus der Fußball-Nationalmannschaft erklärt. “Es ist vorbei”, sagte der 34-Jährige mit stockender Stimme und den Tränen nahe. “Jetzt bin ich nur noch ein Fan des Teams. Ich hoffe, dass die Jungs in Zukunft etwas erreichen können”, meinte der Rekordteamspieler nach dem 3:4 am Samstag in Kasan gegen Frankreich.

Mascherano spielte wie Lionel Messi vier Weltmeisterschaften und bestritt insgesamt 147 Partien im Nationaltrikot. 2010 führte er die Mannschaft als Kapitän an. Auch in Russland hatte das Wort des “Jefecito” (Chefchen) auf dem und außerhalb des Platzes großes Gewicht.

Neben Mascherano wird man zukünftig auch Mittelfeldspieler Lucas Biglia nicht mehr in Argentiniens Nationalteam zu sehen bekommen. “Viele von uns müssen einen Schritt beiseitetreten, wir müssen ehrlich zu uns selbst sein”, sagte Biglia. “Jetzt kommt eine andere Generation, reich an Spielern.” Der 32-Jährige verdient beim italienischen Serie-A-Club AC Milan sein Geld.

Ob weitere Spieler, darunter auch Messi (31), aus der Nationalmannschaft zurücktreten, blieb zunächst offen. Nach dem Gruppenphasen-Aus 2002 in Japan und Südkorea war es das schlechteste Abschneiden der Albiceleste. 2006 und 2010 war sie im Viertelfinale, 2014 im Finale an Deutschland gescheitert.

Argentiniens Teamchef Jorge Sampaoli lässt seinen Rücktritt nach dem WM-Aus der Südamerikaner unterdessen offen. “Es ist zu früh, konkrete Fehler zu analysieren. Es ist sehr schmerzvoll. Ich werde das heute nicht entscheiden”, sagte der 58-Jährige in der Pressekonferenz nach dem 3:4 gegen Frankreich.

Sampaoli hat das Team erst im vergangenen Sommer übernommen. Er war damals vom FC Sevilla gekommen und hatte die sportlich bereits schwer angeschlagene Mannschaft nur mit Mühe zur WM in Russland geführt. In den 15 Spielen unter seiner Leitung lief die Albiceleste nie zweimal in Folge in derselben Anfangsformation auf.

Von: APA/dpa

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