Max Franz hüpfte auf das oberste Podest-Treppchen

Weltcup-Abfahrt in Lake Louise: Traumstart für Innerhofer und Paris

Samstag, 24. November 2018 | 22:44 Uhr

Traumstart für Innerhofer und Paris. Bei der ersten Saison-Abfahrt landen Christof Innerhofer (+0,28 Sek.) und Dominik Paris (0,54) hinter dem Sieger Franz aus Österreich auf dem Siegerpodest.

Auch Österreichs Speed-Herren sind mit einem Sieg in die WM-Saison gestartet. Sechs Tage nach dem Slalomtriumph von Marcel Hirscher in Levi gewann am Samstag Max Franz mit Startnummer 1 überraschend in Lake Louise vor den beiden Südtirolern Christof Innerhofer und Dominik Paris die Abfahrt. Vincent Kriechmayr verpasste als Vierter das Stockerl um drei Hundertstel.

Die ÖSV-Herren haben zum Saisonstart damit gleich die ersten zwei Weltcuprennen gewonnen, der Sölden-Riesentorlauf wurde bekanntlich abgesagt. War der Hirscher-Sieg “erwartet” worden, sorgte Franz in Kanada doch für eine Riesenüberraschung. Der 29-jährige Kärntner hatte wegen seiner langjährigen Knieprobleme im Vorfeld nur eingeschränkt trainieren können und startet nach einem Markenwechsel zu Fischer zudem mit neuen Skiern. Mit seinem erst zweiten Weltcupsieg nach Gröden 2016 sorgte er zugleich für den ersten ÖSV-Abfahrtserfolg in Lake Louise seit Michael Walchhofer 2010.

Dass an einem wahren Traumtag mit stahlblauem Himmel über dem Banff National Park die Startnummer 1 vor der Nummer 2 gewann, unterlegte, dass die äußeren Umstände eine mitentscheidende Rolle gespielt haben mussten. Das war selbst Franz klar. “Es schaut schon so aus, als ob ich mit dem Wind ein bisserl Glück gehabt hätte”, sagte der WM-Dritte von St. Moritz. “Er war auf meiner Seite. Aber um zu gewinnen, muss eben alles zusammenpassen.”

Während man im ÖSV über den Sieg jubelte, mussten die Favoriten geschlagen abziehen. Vor allem Beat Feuz, der sich nach Fabelleistung im Training mit Platz sechs zufriedengeben musste. “Ich habe den Fallaway nicht so getroffen wie im Training. Für den Sieg hätte es mit meiner Startnummer 15 aber selbst mit einer absoluten Topfahrt nicht gereicht”, ärgerte sich der Schweizer über Gegenwind.

Auch die sonst in Kanada so dominierenden Norweger erlitten eine Schlappe. Aksel Lund Svindal war trotz seiner Handverletzung als Achter noch der Beste. Gleichauf mit dem achtfachen Lake-Louise-Triumphator landete der Vorjahreszweite Matthias Mayer. “Ich hätte gedacht, eine super Fahrt gehabt zu haben”, war Mayer über acht Zehntel Rückstand überrascht.

Johannes Kröll ergänzte als Zehnter ein ÖSV-Quartett in den Top-Ten. Hannes Reichelt war nach Platz 18 hingegen enttäuscht. “Ich hatte eigentlich eine gute Fahrt. Aber das ist nicht mein Rennen hier”, sagte der Salzburger.

Ähnliches entfuhr Kriechmayr. “Nicht ganz”, antwortete er auf die Frage nach seiner Zufriedenheit. “Ich bin gut gefahren und der Wind hat sicher auch bei mir gewechselt. Aber für den Max hätte es ohnehin nicht gereicht”, sagte der Oberösterreicher. “Lake Louise ist einfach nicht meine Abfahrt, so gesehen muss man mit einem Vierten eh zufrieden sein.”

Fischer-Fahrer Kriechmayr hatte Franz nach dessen Markenwechsel voll unterstützt. Zu viel? “Nein. Ich bin sehr froh, dass er zu uns gekommen ist. Er hat uns mit seinem Gefühl sehr weitergeholfen”, sagte Kriechmayr und schloss schmunzelnd: “Früher hat man geglaubt, ich bin so gut. In Wirklichkeit haben wir einfach die besten Ski. Max ist ein guter Freund. Aber diesen Ski sieht er nicht mehr”, scherzte er.

Franz bestätigte, dass dieser erst zweite Weltcup-Sieg zwei Jahre nach Gröden hohen Stellenwert habe. “Ich war ja schon mehrmals hier knapp dran und hab’s immer vergeigt. Lake Louise ist ein geiles Rennen. Es ist wunderschön, einmal ganz oben zu stehen.”

Am Sonntag bekommen die ÖSV-Herren beim Super-G die Chance auf den dritten Saisonsieg. “Ich hoffe, dass wir zwei da wieder ganz vorne sind. Nur halt in umgekehrter Reihenfolge”, sagte Kriechmayr augenzwinkernd.

Von: apa

Bezirk: Burggrafenamt, Salten/Schlern

Kommentare

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16 Kommentare auf "Weltcup-Abfahrt in Lake Louise: Traumstart für Innerhofer und Paris"


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Jefe
Jefe
Tratscher
15 Tage 22 h

…..wie ich es gesagt habe….wenn die Südtiroler aufs Podium kommen…dann wird geschrieben…..ps. das heißt Podium und nicht Stockerl…..glaube die Seite heißt “Südtirol News” und nicht “Kronenzeitung”…..also muss auch nicht ellenlang über die Österreicher geschrieben werden..😣

Savonarola
Savonarola
Universalgelehrter
15 Tage 20 h

ich sehe keine Südtiroler auf dem Podest sondern italienische Rennanzüge.

Faktiker
Faktiker
Neuling
15 Tage 13 h

Die Sportartikel werden auch nicht von SüdtirolNews geschrieben, sondern nur von einer österreichischen Pressestelle übernommen und die Ergebnisse der Südtiroler werden ergänzt.

sou ischs
sou ischs
Tratscher
15 Tage 12 h

@Savonarola jo und?…woi ischs problem? sollatnse nockat fohrn???
na komplett bescheuert

Jefe
Jefe
Tratscher
15 Tage 12 h

@Savonarola …ja gerade du…mit deinem walschen Namen…..und kennst keine Südtiroler…dann ist besser du bist still

oli.
oli.
Universalgelehrter
15 Tage 23 h

Super geiles Wochenende !!!

Bei den Männern Platz 2 🏅und 3 🏅 , Brignone Platz 1 🥇🏆 , ach cooles 🇮🇹🇮🇹🇮🇹

sarnarle
sarnarle
Tratscher
15 Tage 15 h

Oder die ersten 4 alles Österreicher. 2 davon starten für die Italien.

Ninni
Ninni
Universalgelehrter
15 Tage 15 h

Yes sir,

ein grosses Bravour allen drei 👍💪

polzitelli
polzitelli
Neuling
15 Tage 23 h

Bravo männer 👌💪 und bravo brignone 👏
Es podium completamente azzurro 🇮🇹👌

iwoasolls
iwoasolls
Superredner
15 Tage 21 h

bravo domme!

oldi
oldi
Grünschnabel
15 Tage 12 h

super christof

Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
15 Tage 15 h

Super Max Franz!👍
Gratulation auch den Azzurris, I T A. 

lene
lene
Neuling
15 Tage 14 h

bravo Christof 👍

Surfer
Surfer
Superredner
15 Tage 13 h

super Buabn!

falschauer
falschauer
Superredner
15 Tage 13 h

ein super start…..ein komplettes podium, gratuliere nur weiter so

MakusPartschins
MakusPartschins
Grünschnabel
15 Tage 12 h

Für mich sind das Italiener weil Sie für Italien fahren und Geld von Italien bekommen ohne das Geld von den Italienischen Behörden könnten sich diese Leute nicht leisten so wie alle Sportler dieser Welt außer einer hat reiche Eltern.
Sie sollten halt italienisch lernen wenn Sie schon für Italien fahren.da kann ich besser englisch und französisch.

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