Die Furcht vor Fehlschlägen hält sich nicht zuletzt in engen Grenzen

Meister Salzburg blickt entspanntem Transfer-Winter entgegen

Donnerstag, 07. Dezember 2017 | 12:31 Uhr

Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund blickt einem recht entspannten Transfer-Winter entgegen. Bis auf Innenverteidiger Paulo Miranda, den es zurück in die brasilianische Heimat zieht, drohen seinem im Herbst erfolgreichen Fußball-Kader keine Abgänge. Auch wenn Freund sagt: “Ausschließen können wir es niemals. Es haben ja einige Spieler schon wieder für Aufsehen gesorgt.”

Selbst Mirandas verfrühter Abgang ist noch keine beschlossene Sache. Vielleicht lockt den 29-jährigen “Oldie” ja auch noch das Sechzehntelfinale in der Europa League, für das die “Bullen” schon vor dem (heutigen) EL-Gruppenabschluss bei Olympique Marseille qualifiziert waren. In der ersten Runde der K.o.-Phase warten schließlich möglicherweise namhafte Gegner wie Borussia Dortmund oder SSC Napoli. “Fix ist nichts. Bis zum Start der Vorbereitung wollen wir aber Klarheit haben”, betonte Freund. Man habe jedenfalls “schon ein bisschen weiter vorgefühlt” und wäre “schnell handlungsfähig: Es könnte eine externe oder auch interne Lösung sein.”

Auch wenn davon auszugehen ist, dass Spieler wie Diadie Samassekou (21 Jahre), Amadou Haidara (19), Duje Caleta-Car (21) oder Hannes Wolf (18) auf den Zetteln internationaler Scouts stehen, macht sich Freund im Winter keine großen Sorgen. Ebenfalls komfortabel ist die Situation in Sachen auslaufender Verträge. Lediglich bei Offensivmann Takumi Minamino endet der Kontrakt im Sommer. “Und da werden wir die Option sicher ziehen”, meinte Freund.

Wahrscheinlich ist eher, dass in Bälde neuerlich hochtalentierte Perspektivspieler zum “Bullenstall” hinzustoßen. “Da wird auch im Winter der eine oder andere in Salzburg aufschlagen”, erklärte Freund. Klar sei aber auch, dass es mit jungen Kickern allein nicht gehe. “Dass wir derzeit eine sehr gute Struktur aus Spielern mit etwas Erfahrung und den Jungen, die reinkommen, haben, ist derzeit auch ein bisschen das Geheimnis unseres Erfolgs. Wir haben uns das in den vergangenen fünf, sechs Jahren kontinuierlich aufgebaut und keine Schnellschüsse gemacht.”

Gründlichkeit habe auch im Umgang mit Verpflichtungen von Spielern von außerhalb Europas weiterhin oberste Priorität. “Wir haben in den vergangenen Jahren ein gutes Händchen bewiesen. Ein wichtiger Bestandteil dabei ist unser sehr gutes Betreuungssystem außerhalb des Platzes. Das wissen die Spieler auch zu schätzen. Viele haben, auch wenn sie weggehen, noch sehr engen Kontakt mit manchen Leuten beim Verein”, erklärte Freund.

Die Furcht vor Fehlschlägen hält sich nicht zuletzt deshalb in engen Grenzen. “Ich habe keine Angst, weil ich weiß, dass wir für die nächsten 12, 18 Monate wieder sehr gute Spieler in petto haben”, sagte Freund. “Ich habe ein sehr gutes Gefühl für die Zukunft.”

Von: apa

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