Hamilton fordert Konsequenzen

Mercedes-Teambus überfallen, Hamilton forderte Konsequenzen

Samstag, 11. November 2017 | 17:05 Uhr

Ein bewaffneter Raubüberfall auf einen Mercedes-Teambus hat die Formel 1 erschüttert und erneut eine Sicherheitsdiskussion rund um den Großen Preis von Brasilien entfacht. “Das passiert hier jedes Jahr”, klagte Mercedes-Star Lewis Hamilton am Samstag bei Twitter. Er war selbst nicht in dem Van, bezog aber klar Stellung: “Die Formel 1 und die Teams müssen mehr tun. Es gibt keine Entschuldigungen!”

Es passierte am Freitagabend, als der Bus mit insgesamt acht Insassen das Autdromo Jose Carlos Pace im Stadtteil Interlagos Richtung Hotel verließ. Mit vorgehaltenen Waffen – nach Hamiltons Angaben sollen auch Schüsse gefallen sein – wurden einige der Insassen gezwungen auszusteigen und sich auf den Boden zu legen. Einem, Hamilton twitterte das ebenfalls, soll eine Waffe an den Kopf gehalten worden sein. “Es ist erschütternd, das zu hören”, schrieb Hamilton.

Den Teammitgliedern wurden Wertsachen, Smartphones und auch die Reisepässe gestohlen. Mercedes lässt nun die Ersatzpässe, die jedes Teammitglied hat, aus Europa einfliegen. “Am wichtigsten ist aber, dass alle unverletzt sind”, erklärte ein Teamsprecher.

Einen versuchten Überfall mit Waffen gab es zudem auf einen Wagen mit Mitgliedern des Internationalen Automobilverbandes. Ein FIA-Sprecher, der sich selbst in dem Wagen befand, bestätigte dies. Eine Sprecherin des Formel-1-Teams Williams erklärte zudem auf dpa-Anfrage, dass man einen Überfall auf einen Wagen gesehen habe, bei dem es sich nicht um einen Teambus gehandelt habe. Gerüchte, wonach auch Ferrari und Williams betroffen gewesen sein sollen, bestätigten sich hingegen nicht.

Diese Vorfälle sind nicht neu. Und sie ereignen sich immer wieder in dem extrem dichten Verkehr, in dem man kaum eine Möglichkeit hat, mit dem Auto oder Kleinbus zu entkommen.

2010 war das dem Fahrer des damalige McLaren-Piloten und Ex-Weltmeisters Jenson Button aber gelungen. Es passierte auch auf der Rückfahrt von der Strecke zum Hotel. “Dann hab ich einen Hund gesehen, der sehr putzig war. Das nächste, was ich gesehen habe, war ein Mann mit einer Waffe”, hatte Button damals erklärt. Verletzt worden war auch damals glücklicherweise niemand.

Der Fahrer von Buttons Wagen hatte schnell reagiert. In den Jahren danach wurden Button und sein damaliger Teamkollege Hamilton unter anderem in gepanzerten Wagen und mit Polizeieskorte gefahren.

Vor einem Jahr hatte der damalige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone auf zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen verzichtet – sogar trotz der vorherigen Entführung seiner Schwiegermutter. “Nein, es gibt keinen Grund ängstlich zu sein oder sich Sorgen zu machen”, hatte Ecclestone gesagt. Brasilien sei nicht so gefährlich, wie die Leute dächten. Ecclestones dritte Ehefrau ist Brasilianerin.

Von: APA/dpa

Kommentare

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4 Kommentare auf "Mercedes-Teambus überfallen, Hamilton forderte Konsequenzen"


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ivo815
ivo815
Universalgelehrter
12 Tage 5 h

Vielleicht sollte der Weltmeister sein Einkommen entsprechend versteuern und damit einen Beitrag zur gerechteren Verteilung des Reichtums leisten?
https://www.tagesschau.de/ausland/paradisepapers/paradisepapers-147.html

Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
12 Tage 4 h

Dumpfbacke hämilton! Die Formel 1 muss mehr tun? Was denn? Weniger Millionen verschwenden? Den Fahrern das Gehalt um 95% kürzen, dass kein Neid entsteht? Fahren mit pump, Protz und fetten Klunkern durch Armenvierteln und wundern sich???
Und übrigens Luis, mehr tun müsste die Polizei! Paar 100000€ für Sicherheit ausgeben und dann passt es

OrB
OrB
Superredner
12 Tage 4 h

Aus den Rennkalender streichen!

Bubi
Bubi
Tratscher
12 Tage 2 h

wundert mich gar nicht wahrscheinlich haben sie von seinen Paradies Paper Wind bekommen wenn jemand schon nicht Steuern zahlen will dann gibt es auch andere Methoden etwas von seinen REICHTUM abzubekommen solche Veröffentlichungen ist Musik in den Ohren der Gauner.Hammilton stiehlt auf legale Weise die anderen auf illegale ,so hebt sich das auf.

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