Schwerer Regen machte ein MotoGP-Rennen in Silverstone unmöglich

Motorrad-WM-Rennen in Silverstone fielen ins Wasser

Sonntag, 26. August 2018 | 18:20 Uhr

Die Motorrad-WM-Rennen in Silverstone sind am Sonntag dem Regen zum Opfer gefallen. Der neue Asphalt auf der englischen Rennstrecke erwies sich bei Nässe als unfahrbar für die Motorräder, daher wurden die Bewerbe der MotoGP-, der Moto2 und der Moto3-Klasse nach langem Zuwarten abgesagt. Erstmals seit fast 40 Jahren wurde damit ein kompletter Renntag der Motorrad-WM abgesagt.

Nach mehreren Verschiebungen erfolgte um 17.00 Uhr MESZ die Entscheidung. Die MotoGP-Piloten hatten mit zwei Ausnahmen (Jack Miller/AUS und Johan Zarco/FRA) für die Absage plädiert. Eine Verlegung auf Montag, das ist in England ein Feiertag, hatte die Rennleitung bereits früh ausgeschlossen.

Erstmals seit 1980, als auf dem Salzburgring Ende April schon vor dem Training 40 Zentimeter Schnee gefallen waren, musste ein kompletter Renntag in der Motorrad-WM abgesagt werden. In Silverstone war schon in den Qualifyings am Samstag klar gewesen, dass der für fünf Millionen Euro aufgebrachte neue Asphalt kein Wasser aufnimmt.

So bildeten sich zwischen den Bodenwellen Pfützen, die zu Aquaplaning führten. Ein Opfer der Verhältnisse war am Samstag der Spanier Tito Rabat, der im freien Training der MotoGP-Klasse einen offenen Oberschenkelbruch und weitere Brüche am Unterschenkel erlitt.

Arbeiten am Asphalt brachten keinen Erfolg, die Veranstalter mussten am Sonntag – 70.000 Fans waren an die Strecke gekommen – kapitulieren. Ein MotoGP-Rennen war zuletzt 2011 ausgefallen, als der Italiener Marco Simoncelli kurz nach dem Start tödlich verunglückte – das Rennen wurde danach nicht mehr aufgenommen.

Von: apa