Murray-Murray lassen Briten hoffen

Murray-Brüder hielten britische Davis-Cup-Hoffnung am Leben

Samstag, 17. September 2016 | 19:41 Uhr

Im Halbfinale des Tennis-Davis-Cup liegen nach den Doppel-Partien am Samstag Argentinien und Kroatien mit 2:1 in Führung. In Zadar gewannen Marin Cilic/Ivan Dodig für Kroatien 7:6(6),5:7,7:6(6),6:3 gegen die Franzosen Pierre-Hugues Herbert/Nicolas Mahut. Für Großbritannien verkürzten Andy und Jamie Murray mit einem 6:1,3:6,6:4,6:4-Erfolg gegen die Argentinier Juan Martin Del Potro/Leonardo Mayer.

Die Südamerikaner hatten Del Potro etwas überraschend auch für das Doppel aufgeboten, anstatt ihn für ein möglicherweise entscheidendes fünftes Einzel zu schonen. Das machte sich am Ende nicht bezahlt. Del Potro und Mayer starteten miserabel und verloren den ersten Satz binnen kürzester Zeit 1:6. Die Argentinier konterten zwar im zweiten Durchgang, am Ende blieben sie in den Sätzen drei und vier gegen die Murray-Brüder aber ohne Chance.

Läuft es für die Briten nach Plan, wird Andy Murray am Sonntag zum 2:2 ausgleichen, ehe Del Potro gegen einen frischeren Kyle Edmund oder Daniel Evans versuchen muss, den Sack zuzumachen. Argentinien strebt seine fünfte Finalteilnahme an, gewonnen haben sie den Davis Cup noch nie. Die von Murray angeführten Briten hatten im letzten Jahr im Finale gegen Belgien den ersten Titel nach 79 Jahren geholt.

Kroatien steht dagegen elf Jahre nach dem Triumph mit Ivan Ljubicic und Mario Ancic knapp vor dem zweiten Einzug in ein Davis-Cup-Finale. Cilic und Dodig setzten sich gegen das weltbeste Doppel Herbert/Mahut durch, nun hat Cilic am Sonntag gegen Richard Gasquet die große Chance auf den dritten Punkt.

Den Klassenerhalt in der Weltgruppe bereits am zweiten Tag mit einem Sieg im Doppel sicherten sich Spanien, Belgien, Australien und Japan. Die Deutschen müssen nach einer Fünfsatz-Niederlage im Doppel gegen Polen am Sonntag den entscheidenden Punkt holen, während in Russland nach den ausgiebigen Regenfällen erst ein Einzel zu Ende gespielt werden konnte. Andrej Kusnezow brachte seine Mannschaft in Moskau gegen Kasachstan in Führung.

Von: APA/ag.

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