Turniere Anfang Oktober sagte Murray bereits definitiv ab

Murray fällt “ziemlich sicher” für restliche Saison aus

Mittwoch, 06. September 2017 | 19:00 Uhr

Der Weltranglisten-Zweite Andy Murray wird wegen seiner Hüftverletzung laut eigenen Angaben “ziemlich sicher” den Rest der Tennis-Saison verpassen. Das gab der Schotte am Mittwoch auf Facebook bekannt. Murray wird damit aller Voraussicht nach auch nicht bei den Erste Bank Open Ende Oktober in der Wiener Stadthalle aufschlagen. Der 30-Jährige ist bei Österreichs größtem Turnier Titelverteidiger.

Definitiv sagte Murray vorerst für die Turniere Anfang Oktober in Peking und in Shanghai ab. Für Wien und das folgende Event in Paris sei das ebenfalls sehr wahrscheinlich. Die Verletzung, die sich die frühere Nummer eins der Welt bei den French Open im Juni zugezogen hatte, hatte ihn zuletzt bereits sein Antreten bei den US Open, dem letzten Grand-Slam-Turnier der Saison, gekostet.

“Nachdem ich vergangene Woche neben meinem eigenen Team auch einige führende Hüftspezialisten konsultiert habe, haben wir entschieden, dass das die beste Entscheidung für meine langfristige Zukunft ist”, erklärte Murray seine Absagen. Der Brite hatte das Jahr als Nummer eins der Welt eröffnet, war wegen seiner Spielpause nach dem Viertelfinal-Aus in Wimbledon aber kurz vor den US Open von Rafael Nadal abgelöst worden.

Kommende Saison will Murray wieder angreifen. “Obwohl es aus vielen Gründen ein frustrierendes Jahr auf dem Platz war, bin ich zuversichtlich, dass ich nach dieser längeren Phase der Erholung und Rehabilitation mein bestes Level wieder erreichen kann und nächste Saison um Grand-Slam-Titel kämpfen kann.” In die Saison 2018 will er zur Vorbereitung auf die Australian Open beim Turnier in Brisbane starten.

Seine Absage für die nächsten Turniere bedeutet, dass Murray mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch das World-Tour-Finale der ATP Mitte November in London verpasst. Vor den US Open lag der Brite im maßgeblichen “Race” auf Rang neun. Nur die besten acht Spieler des Jahres sind beim prestigeträchtigen Finalevent startberechtigt.

Österreichs Aushängeschild Dominic Thiem dagegen darf als Vierter damit rechnen, wie im Vorjahr in London dabei zu sein – zumal neben Murray zahlreiche weitere namhafte Konkurrenten ihre Saison verletzungsbedingt bereits beendet haben. Das trifft unter anderem auf den Schweizer Stan Wawrinka (Verletzung am linken Knie) und den Serben Novak Djokovic (rechter Ellbogen) sowie den Japaner Kei Nishikori (rechtes Handgelenk) zu.

Nishikori wäre für Wien fix eingeplant gewesen, Murray hätte seinen zweiten Titel in der Stadthalle ebenfalls gerne verteidigt. Vorerst sind nun Thiem und der Deutsche Shooting-Star Alexander Zverev die Stars des vor zwei Jahren aufgewerteten ATP-500-Turniers. Dazu kommen der Kanadier Milos Raonic, der Tscheche Tomas Berdych und der Franzose Jo-Wilfried Tsonga, die bereits zugesagt haben.

Herwig Straka, der Turnierdirektor der Erste Bank Open, sieht die Chance eines Antretens von Andy Murray laut einer Aussendung vom Mittwoch weiter intakt. “Er hat noch keine definitive Entscheidung getroffen, die Saison vorzeitig zu beenden. Wir hoffen sehr, dass die Genesung von Andy Murray so rasch voranschreitet, dass er im kommenden Oktober in der Wiener Stadthalle spielen kann”, sagte Straka.

Von: apa