Die Melbourne-Sieger Marach/Pavic siegen weiter

Nach Marach steht auch Peya im Pariser Doppel-Halbfinale

Dienstag, 05. Juni 2018 | 21:07 Uhr

Der Jubeltag bei den French Open aus österreichischer Sicht ist am Dienstagabend mit dem dritten Sieg perfekt geworden. Nach Dominic Thiem mit dem Halbfinaleinzug im Einzel und Oliver Marach mit Mate Pavic im Doppel hat es auch Alexander Peya mit Nikola Mektic in das Semifinale geschafft. Mektic/Peya siegten gegen Rohan Bopanna/Edouard Roger-Vasselin (IND/FRA) 7:6(4),6:2.

Peya erreichte bereits sein drittes Roland-Garros-Halbfinale. “Jetzt geht es einmal nicht gegen die Bryan-Brüder. Aller guten Dinge sind drei, sagt man ja”, meinte Peya. “Wir haben gut gespielt, wir hätten den ersten Satz glatter gewinnen müssen.”

Nur noch ein Sieg und dann könnte es gar zu einem Finale zweier österreichisch-kroatischer Paarungen kommen. “Das wäre natürlich super. Wir scherzen eh schon die ganze Zeit. Wir drücken uns beide die Daumen, weil wir uns das sicher wünschen würden”, sagte Peya, der übrigens noch nicht weiß, wann er das Halbfinale spielen wird, grinsend. Zunächst muss auch das noch ausständige Viertelfinale zwischen Maximo Gonzalez/Nicolas Jarry (ARG/CHI) gegen die als Nummer 6 gesetzten Franzosen Pierre-Hugues Herbert und Nicolas Mahut gespielt werden.

Mektic/Peya haben jedenfalls einen weiteren großen Schritt in Richtung Masters-Qualifikation für das Saisonfinale in London gemacht. “Natürlich, die Ausgangsposition wird immer besser. Wir haben mittlerweile rund 3.000 Punkte. Ein bisserl was brauchen wir noch, aber wir haben ja noch ein paar Monate.”

Marach und Pavic setzten ihren Lauf auch im French-Open-Viertelfinale fort. Das als Nummer zwei gesetzte Duo besiegte die kolumbianische Paarung Juan Sebastian Cabal/Robert Farah (5) nach 2:12 Stunden mit 3:6,6:4,6:3. Marach qualifizierte sich damit erstmals in seiner Karriere nach zwei Viertelfinali für das Halbfinale in Roland Garros. In diesem treffen Marach/Pavic nun auf die als Nummer 12 gesetzten Spanier Feliciano und Marc Lopez. Schon jetzt haben die Australian-Open-Sieger 2018 und Wimbledon-Finalisten 2017 wieder gesamt 139.000 Euro sicher.

“Es war es eine unglaublich kämpferische Leistung. Die haben sehr konstant angefangen, und wir haben ein bisserl Zeit gebraucht heute. Wir sind spät gestartet, dann war halt der erste Satz futsch”, rekapitulierte der Steirer. “Man hat gesehen, unsere Returns sind mehr gekommen, und es war eine Frage der Zeit, bis wir sie breaken. Wir waren ab Hälfte zweiter Satz das bessere Team.”

Marach hatte länger nach dem Matchball noch einen Ball aus dem Stadion geschossen und seinen Emotionen mit einem lauten Schrei freien Lauf gelassen. “Es ging um das Semifinale und auch ein bisschen um die Position eins, weil die zuletzt sehr gut gespielt haben”, erklärte er und fügte hinzu: “Was uns heuer auszeichnet, dass wir bis zum letzten Punkt dranbleiben und es schaffen, auch Partien zu drehen. Wir können sehr variabel spielen, da haben wir echt ein super System.”

Die Gegner auf dem Weg ins Endspiel sind nun Lopez/Lopez, die Marach als gefährlich einstuft. “Die haben Paris vor zwei Jahren gewonnen. Wir spielen normalerweise gerne gegen die zwei, aber die werden nicht schlecht spielen. Wir müssen so eine Performance abliefern wie heute in den Sätzen zwei und drei.”

Von: apa

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