In der bayrischen Hauptstadt wird schon vom CL-Sieg geträumt

Nach zähem Aufstieg nehmen Bayern schon CL-Titel ins Visier

Donnerstag, 12. April 2018 | 11:14 Uhr

Ein Fußballfest feierte der FC Bayern nicht, doch es reichte. Nach einem zähen torlosen Remis gegen den FC Sevilla dürfen sich die Münchner auf das Halbfinale der Champions League freuen. Lieblingsgegner haben sie vor der Auslosung am Freitag keinen. Das Ziel bleibt freilich das Finale in Kiew. “Wir haben es uns jetzt erarbeitet und wollen es natürlich durchziehen”, sagte Kapitän Thomas Müller.

Dreimal scheiterten die Bayern von 2014 bis 2016 im Halbfinale, im Vorjahr war bereits im Viertelfinale gegen den späteren Sieger Real Madrid Endstation. Die Hoffnung, dass heuer alles anders wird, trägt den Namen Jupp Heynckes. Der 72-Jährige soll es möglich machen, dass der deutsche Rekordmeister wie 2013 das Triple bejubeln darf. Das Ende seiner Rekordserie nach zwölf Siegen in Folge in der Königsklasse konnte Heynckes am Mittwochabend verschmerzen.

Vier Tage nach dem Gewinn der 28. deutschen Meisterschaft bleiben die Münchner in einem weiteren Bewerb im Titelrennen. Dass sich die Bayern für den Gewinn der Trophäe bereit sehen, zeigte die Wortmeldung von Mats Hummels. “Noch drei weitere Spiele sind zu gewinnen”, sagte der Verteidiger. Randnotiz blieb, dass sich die Hausherren nach dem 2:1 in Sevilla gegen die Andalusier aber auch schwertaten.

Bei einem Lattenkopfball von Joaquin Correa in der 59. Minute erlebten die ohne den geschonten David Alaba angetretenen Bayern eine Schrecksekunde. Heynckes schwärmte von einer “überragenden kämpferischen Leistung” gegen ein Team, das zuvor immerhin Manchester United aus dem Bewerb geworfen hatte. “Man kann nicht immer brillant spielen, man kann den Gegner nicht immer an die Wand spielen. Ich war sehr zufrieden, auch weil wir zu null gespielt haben”, betonte der Trainer-Altmeister.

Sevilla ließ am Ende doch die nötige Durchschlagskraft vermissen, um die Bayern in Verlegenheit zu bringen. “Wir sind hierher gefahren und haben an ein Comeback geglaubt. Aber es hat nicht gereicht”, erklärte Kapitän Sergio Escudero. Er trauerte einer vergebenen Chance hinterher: “Wir fahren jetzt ein wenig verärgert nach Hause.”

Von: APA/dpa

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