Nadal muss nun gegen einen guten Freund spielen

Nadal, Cilic, Del Potro in dritter French-Open-Runde

Donnerstag, 31. Mai 2018 | 19:17 Uhr

Die prominentesten Namen sind zu Fronleichnam, in Frankreich übrigens kein Feiertag, bei den French Open vorerst sicher in die dritte Runde eingezogen. Allen voran Rafael Nadal. Der topgesetzte Spanier machte den zweiten von sieben nötigen Schritten zum elften Titel in Paris mit einem glatten 6:2,6:1,6:1 über den Argentinier Guido Pella. Die nächste Hürde ist der Franzose Richard Gasquet.

Eine Hürde, die Nadal schon seit rund 20 Jahren kennt. “Richard ist ein sehr guter Freund, wir kennen uns seit ich 11 oder 12 war und wir sind quasi gemeinsam aufgewachsen”, meinte Nadal in gebrochenem Französisch zu den Fans. “Es wird sicher sehr interessant auf dem wichtigsten Platz meiner Karriere und auch einem für ihn sehr wichtigen Turnier gegen ihn zu spielen”, freute sich der Weltranglisten-Erste.

Der als Nummer 3 gesetzte Marin Cilic musste gegen den unbekannten polnischen Qualifikanten Hubert Hurkacz, der an der Seine sein Grand-Slam-Debüt feierte, nach starkem Start länger als erwartet kämpfen. Nach 2:50 Stunden hieß es dann aber 6:2,6:2,6:7(3),7:5.

Mit seiner mächtigen Vorhand hat auch Juan Martin Del Potro den Weg in die Runde der letzten 32 gefunden. Der 29-jährige Argentinier, die Nummer 5 des Turniers, besiegte nach Nicolas Mahut zum Auftakt mit Julien Benneteau den nächsten Franzosen mit 6:4,6:3,6:2. Gegen den spanischen Sandplatz-Spezialisten Albert Ramos-Vinolas wird es da Samstag wohl etwas schwieriger. Del Potro verabschiedete übrigens Benneteau von dessen Heim-Bühne, der Franzose wird in ein paar Monaten seinen Schläger an den Nagel hängen.

Von den Gesetzten hat sich das kanadische Toptalent Denis Shapovalov bei seinem Roland-Garros-Debüt dem Deutschen Maximilian Marterer in vier Sätzen beugen müssen.

Auch bei den Damen sind die Nummer eins und drei am Donnerstag gegen mit Wildcard bedachte Gegnerinnen ohne Satzverlust geblieben. Vorjahresfinalistin Simona Halep besiegte die US-Amerikanerin Taylor Townsend in 68 Minuten 6:3,6:1, Wimbledonsiegerin Garbine Muguruza stand gegen die Französin Fiona Ferro beim 6:4,6:3 rund 20 Minuten länger auf dem Platz.

Halep hat damit ihre Hoffnungen, nach zwei Finali beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres endlich ihren ersten Major-Titel überhaupt zu holen, aufrechterhalten. Nächste Hürde ist die Deutsche Andrea Petkovic, die seit einigen Wochen erfolgreich und unterhaltsam in der “Süddeutschen Zeitung” als wöchentliche Kolumnistin arbeitet. “Verletzlichkeit zeigen, Schwäche zeigen, und daraus auch Schlüsse ziehen, sich weiter entwickeln – das versuche ich in meinen Kolumnen, so gut es geht”, hatte Petkovic schon nach dem Erstrundensieg über Thiem-Freundin Kiki Mladenovic erklärt.

Zu einem Drittrunden-Hit kommt es am Samstag zwischen der zweifachen French-Open-Siegerin Maria Scharapowa und der als Nummer 6 gesetzten Tschechin Katerina Pliskova. Letztere hatte im tschechischen Duell mit Lucie Safarova unmittelbar nach dem Thiem-Match auf Court 18 beim 3:6,6:4,6:1 aber einige Mühe, “Masha” Scharapowa kam gegen Donna Vekic (CRO) mit 7:5,6:4 durch.

Im letzten Match auf dem Court Philippe Chatrier war am Abend noch die ungesetzte, frühere Weltranglisten-Erste Serena Williams im Einsatz. Der US-Superstar bekam es mit Ashleigh Barty (AUS-17) zu tun.

Von: apa