Marko Arnautovic fühlt sich fit und bereit

Neuer Coach, neue Spieler: West Ham will nach oben schauen

Mittwoch, 08. August 2018 | 12:14 Uhr

West Ham United hat erneut kräftig investiert und geht wiederholt mit großen Hoffnungen in die neue Saison. Marko Arnautovic wurde im Sommer als Rekordeinkauf der “Hammers” abgelöst, mit Manuel Pellegrini wurde dem Wiener ein neuer Chef vorgesetzt. Der frühere Trainer von Real Madrid soll West Ham wieder dahin bringen, wo sich der Club selbst sieht: Im vorderen Tabellenfeld der Premier League.

“Als ich in der vergangenen Saison gekommen bin, habe ich die Top Ten als Ziel ausgegeben und wir lagen klar unter den Erwartungen. Jetzt sage ich einmal nichts dazu”, betonte Arnautovic wenige Tage vor dem Anpfiff der neuen Saison. Der Start hat es für den Verein aus Nordlondon gleich in sich: Am Sonntag gastiert West Ham an der Anfield Road. “Auswärts gegen Liverpool wird es schwer. Aber es wird zeigen, wo wir stehen”, meinte Arnautovic auf der Club-Homepage.

Rang 13 war es am Ende einer Saison 2017/18, in der West Ham zwei Trainer verbrauchte, in Abstiegsgefahr kam und sich mit Fanprotesten auseinandersetzen musste. Für den von Slaven Bilic geholten Arnautovic war es freilich ein Jahr, in dem er sich zum Liebling der Anhängerschaft mauserte. Nach einer torlosen Phase zu Beginn der Saison als Fehlkauf abgestempelt, überzeugte Österreichs Teamspieler unter Bilic-Nachfolger David Moyes und neuer Rolle als Freigeist im Sturm-Zentrum.

Nach elf Toren in 31 Liga-Einsätzen wurde Arnautovic vereinsintern zum Spieler der Saison gewählt. Aufgefallen sind die Qualitäten des 29-Jährigen auch anderorts. So soll sein bei Manchester United arbeitender Ex-Coach Jose Mourinho (bei Inter Mailand) Interesse am Österreicher bekundet haben. West Ham reagierte, setzte die Ablösesumme für den noch bis 2022 an den Club gebundenen Angreifer laut Medienberichten auf zumindest 60 Mio. Pfund (67,05 Mio. Euro) fest. Manchester wollte angeblich nicht mehr als 35 Mio. Pfund zahlen.

Selbst griff West Ham wieder in die Tasche. Rund 100 Mio. Euro wurden auf dem Transfermarkt investiert. Es wurde namhafte Spieler geholt. So kam das einstige englische Wunderkind Jack Wilshere (26) ablösefrei und soll das Mittelfeld verstärken. In der Offensive besserte West Ham mit dem brasilianischen Spielgestalter Felipe Anderson (von Lazio Rom) und dem ukrainischen Stürmerstar Andrij Jarmolenko (von Borussia Dortmund) nach. Für Anderson wurden kolportierte 38 Millionen Euro überwiesen, zehn mehr als im Vorjahr für Arnautovic.

“Wir hatten ein gutes Transferfenster, es gibt Konkurrenz auf jeder Position”, sagte dieser zu den Neuen. An seinem Status hat sich freilich nichts geändert. Der Österreicher gilt aufgrund seiner vergangenen Saison als gesetzt und wusste auch in der Vorbereitung mit fünf Toren in sieben Spielen zu gefallen. Im Test gegen Ipswich Town übernahm er nach der Auswechslung von Mark Noble auch die Kapitänsschleife, was seinen Status im Team untermauert.

Pellegrini will vor allem die Defensive stabilisieren. In der vergangenen Saison kassierten die Hammers gemeinsam mit Absteiger Stoke City mit 68 in 38 Spielen die meisten Gegentore. Erfahrung bringt der 64-jährige Chilene zur Genüge mit. Nach Real arbeitete er auch bei Manchester City. Zuletzt verdiente Pellegrini in China sein Geld.

In der Offensive war auch in den Tagen vor dem Liga-Start unklar, auf welches System Pellegrini setzt. Anstelle von Arnautovic könnte Javier Hernandez als Solospitze starten, der Wiener dann hinter ihm oder an der linken Flanke agieren. Auch ein mexikanisch-österreichischer Zweier-Sturm ist denkbar. Arnautovic hat zumindest sein persönliches Ziel abgesteckt: “Ich hoffe, dass ich meine elf Tore übertreffen kann und will im ersten Spiel damit starten. Ich bin fit und hungrig auf die neue Saison.”

Von: apa

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