Heimsieg für Quick-Step-Team

Niederländer Terpstra gewann Flandern-Rundfahrt

Sonntag, 01. April 2018 | 19:47 Uhr

Mit einem beeindruckenden Antritt hat Niki Terpstra bei der 102. Flandern-Rundfahrt am Ostersonntag triumphiert. Gut eine Woche nach seinem Sieg beim Eintagesrennen E3 Harelbeke feierte der Niederländer vom belgischen Team Quick-Step seinen nächsten Sieg in Belgien. Der Österreicher Marco Haller (Katjuscha) fuhr lange in der Spitzengruppe, ein Happy End gab es an seinem 27. Geburtstag aber nicht.

Der Kärntner musste den Anstrengungen Tribut zollen und gab auf. “Wir mussten es versuchen, wir wollten es versuchen”, meinte er zu seiner Fahrt in der Spitzengruppe. Haller war vor dem Start in Antwerpen mit einem Happy-Birthday-Song von den Fans empfangen worden.

Terpstra setzte sich beim Klassiker von Antwerpen über 264,7 Kilometer nach Oudenaarde 18 Kilometer vor dem Ziel ab und gewann in souveräner Manier. “Es war ein großer Kindheitstraum von mir. Ich kann nicht beschreiben, was mir das bedeutet”, sagte der 33-Jährige, der 2014 bereits bei Paris-Roubaix ganz oben auf dem Treppchen gestanden ist.

Mit elf Sekunden Rückstand kam der Däne Mads Pedersen (Trek-Segafredo) als Zweiter ins Ziel, Vorjahressieger Philippe Gilbert (Quick-Step) aus Belgien folgte mit 17 Sekunden Rückstand. Der slowakische Weltmeister Peter Sagan (Bora-hansgrohe) wurde nach 18 giftigen Anstiegen (“Hellinge”) Sechster.

Lange Zeit führte eine elfköpfige Spitzengruppe um Haller mit mehr als fünf Minuten Vorsprung das Rennen an. Gut 100 Kilometer vor dem Ziel waren mehr als ein Dutzend Fahrer in einen Massensturz verwickelt, darunter auch der belgische Meister und Sieganwärter Oliver Naesen vom Team AG2R. Der Crash teilte das Hauptfeld, vor allem das QuickStep-Team hielt an der Spitze des Pelotons das Tempo hoch und verkürzte den Abstand auf die Führungsgruppe immer weiter.

Nach dem Zusammenschluss 56 Kilometer vor dem Ziel gab es immer wieder einzelne Attacken, die Favoriten warteten noch ab. Terpstra und der Rundfahrt-Spezialist Vincenzo Nibali setzten sich schließlich aus der Verfolgergruppe ab, mit einem beeindruckenden Antritt ließ Terpstra den Italiener stehen und schoss 18 Kilometer vor dem Ende auch am führenden Trio vorbei.

Von: APA/dpa

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