Thiem hat noch keine klare Diagnose nach Handgelenksverletzung

Noch keine Klarheit über Grad der Verletzung von Thiem

Mittwoch, 23. Juni 2021 | 12:00 Uhr

Dominic Thiem hat bei Untersuchungen am Dienstagabend im Krankenhaus von Palma de Mallorca noch keine klare Diagnose über den Grad seiner Verletzung erhalten. Der 27-jährige US-Open-Sieger hatte sich in seinem Auftakt-Spiel beim Rasenturnier auf Mallorca eine Verletzung am rechten Handgelenk zugezogen. Thiem gab daraufhin beim Stand von 5:2 gegen Adrian Mannarino (FRA) auf. Der Weltranglisten-Fünfte möchte nun bei einem Spezialisten in Barcelona Gewissheit bekommen.

“Ich bin sofort ins Spital von Palma de Mallorca gefahren, um ein MRI zu machen”, wurde Thiem am Mittwoch via Turnier-Organisation von Mallorca zitiert. “Die Resultate waren nicht so klar, daher habe ich beschlossen, nach Barcelona zu fliegen, und es von einem Spezialisten anschauen zu lassen. Ich hoffe, ich kriege in den nächsten Tagen die Resultate und eine klare Diagnose.”

Eine Entwarnung im Hinblick auf die am Montag beginnenden All England Tennischampionships in Wimbledon ist aber eher nicht zu erwarten. Sein Physio Alex Stober hatte schon am Dienstag wenig zuversichtlich geklungen, nachdem er gehört hatte, dass Thiem ein Knacken im Handgelenk gespürt habe: “Knacken ist grundsätzlich nie ein gutes Zeichen. Hoffen wir, dass es nur eine Verdrehung im Handgelenk war, mit dem Handwurzelknochen vielleicht eine leichte Kapselverletzung”, meinte der Deutsche.

Für Thiem, der im vergangenen September mit seinem ersten Grand-Slam-Titel überhaupt in Flushing Meadows österreichische Sportgeschichte geschrieben hat, verläuft das Jahr 2021 damit weiter wie verhext. Körperliche Probleme sowie auch Motivationsschwierigkeiten hatten ihn u.a. zu einer siebenwöchigen Auszeit bewogen. Zwar erreichte er in Madrid dann gleich das Halbfinale, dann folgte aber ein Achtelfinal-Aus in Rom, eine Auftakt-Niederlage in Lyon und – für ihn besonders schmerzhaft – eine Fünf-Satz-Niederlage in der ersten French-Open-Runde gegen Pablo Andujar (ESP).

Noch vor Beginn der Mallorca Open hatte Thiem mit neuer Zuversicht und neuer Motivation in seine kurze Rasen-Saison geblickt. “Auch im Hinblick auf die Turniere nach Wimbledon, und dann auf Amerika, glaube ich, dass ich auf einem guten Weg bin. So wie ich mich bewege, körperlich und spielerisch, geht es alles in die richtige Richtung”, sagte Thiem noch am Sonntag.

Nun steht aber das weitere Programm völlig infrage. Dabei tröpfeln in diesen Tagen gerade getätigte Zusagen Thiems für Sandplatz-Turniere vor dem Nordamerika-Trip herein. Nach der Bekanntgabe, dass Thiem 2021 und 2022 am Hamburger Rothenbaum (ab 12.7.) spielen wird, wurde am Mittwoch auch sein Antreten in Gstaad (SUI) in der Woche darauf verlautbart. Thiem hatte 2015 in Gstaad triumphiert.

Eine Planung, die darauf schließen lassen würde, dass demnächst vielleicht auch die Zusage für das Generali Open in Kitzbühel in der Woche nach Gstaad erfolgen könnte. Doch dies ist freilich aktuell vorerst nur Spekulation.

Von: apa

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