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Norwegen, Deutschland auf dem Weg zu Rekordspielen

Mittwoch, 21. Februar 2018 | 16:28 Uhr

Norwegen ist bisher die erfolgreichste Nation bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang gewesen. Mit 13 Goldmedaillen hat das skandinavische Land bereits die bisherige Rekordausbeute von den Winterspielen 2002 egalisiert. Was die Gesamtzahl der Medaillen betrifft, könnte Norwegen heuer ebenfalls eine historische Marke übertreffen. Auch Deutschland ist auf dem Weg zu neuen Rekorden.

Am Mittwoch eroberten die Zweierbob-Damen Mariama Jamanka/Lisa-Marie Buckwitz die 12. Goldmedaille für Schwarz-Rot-Gold in Südkorea. Damit wurde der nationale Rekord seit der Wiedervereinigung eingestellt, der auch schon 1998 und 2002 erreicht wurde.

Die meisten Goldmedaillen, 14 an der Zahl, hat 2010 bei den Heimspielen in Vancouver Kanada gesammelt. Die meisten Medaillen insgesamt holten bei demselben Event die USA, die 37-mal Gold, Silber oder Bronze gewannen. Norwegen hält nach 76 von 102 Bewerben bei 33 Medaillen und könnte also beide Bestmarken in Südkorea noch umstürzen.

Die Begeisterung der Norweger für den Wintersport kann an unzähligen Beispielen festgemacht werden: Sport und Natur sind zentrale Bestandteile der Lebensweise, die Volksfeste bei den Wettkämpfen am Holmenkollen, dem Hausberg von Oslo, sind legendär. Schnee und Eis von Dezember bis April im ganzen Land lassen keine Wünsche für den Wintersport offen. Schnee in den Städten erspart lange Reisezeiten. Am Neujahrstag während der Tour de Ski in Lenzerheide saßen über eine Million Zuschauer bei einem Marktanteil von über 90 Prozent vor dem Fernseher, berichteten Mitarbeiter des staatlichen TV-Senders NRK.

Von: APA/ag.