Hans Christer Holund gewann noch nie ein Weltcup-Rennen

Norweger Holund bei erstem Seefeld-Einsatz 50-km-Sieger

Sonntag, 03. März 2019 | 15:19 Uhr

Die Nordische Ski-WM in Seefeld ist mit einem weiteren norwegischen Langlauf-Erfolg durch Hans Christer Holund zu Ende gegangen. Der 30-jährige Außenseiter gewann am Sonntag bei frühlingshaften Verhältnissen den Skating-Massenstart über 50 km vor dem Russen Alexander Bolschunow und seinem Landsmann Sjur Röthe.

Der im Weltcup noch nie siegreiche Holund setzte sich zur Streckenhälfte alleine ab und lief von Bolschunow verfolgt schließlich ungefährdet mit fast einer halben Minute Vorsprung auf den zum vierten Mal zweitplatzierten Russen zu seinem bisher größten Erfolg. “Es ist wie ein Traum, der wahr wird. Ich hatte einen wirklich guten Tag heute. Ich wusste, dass ich einen Vorsprung brauche, weil ich keinen guten Schlussspurt habe. Ein großer Tag für mich”, meinte Holund, der Olympiadritte im Skiathlon.

Im Zielsprint um Bronze setzte sich rund eine Minute zurück Röthe knapp vor seinem Teamkollegen Martin Johnsrud Sundby durch. Holund sicherte Norwegen mit seiner ersten WM-Medaille im 22. Seefeld-Bewerb den 13. Titel. Insgesamt sammelten die Skandinavier um die dreifachen Weltmeister Therese Johaug und Johannes Hösflot Kläbo in Tirol die Allzeit-Rekordausbeute vom 25 Medaillen (13-5-7). Damit war man zum elften Mal in Folge erfolgreichste WM-Nation.

Für den Österreich landeten Bernhard Tritscher auf Rang 30 und schaffte damit punktgenau seine Zielsetzung. “Damit kann ich leben, muss ich sagen. Es war ok. Man ermüdet langsam aber sicher, am Ende ist es aber nur noch brutal. Ich bin froh, dass ich es geschafft habe”, meinte der erschöpfte Salzburger. Wegen der zwei Blutdopingfälle im Team seien die letzten Tage nicht einfach gewesen. “Für mich war es wichtig, zu laufen. Ich habe es mir nicht vermasseln lassen”, so der Saalfeldener. Der 19-jährige WM-Debütant Mika Vermeulen beendete den Marathon bei schwierigen Weichschneeverhältnissen auf Platz 56.

Im Medaillenspiegel erreichte das ÖSV-Team mit viermal Silber und fünfmal Bronze hinter Russland (0-5-3) den sechsten Rang. Die Veranstalter bezifferten die Gesamt-Zuschauerzahl mit 204.400, am Schlusstag kamen 9.700 Fans.

Von: apa

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