Jubelt Jansrud über beide Speed-Kugeln?

Nur Fill kann Jansrud die Abfahrtskugel noch entreißen

Dienstag, 14. März 2017 | 10:32 Uhr

Kjetil Jansrud steht kurz davor, wie 2015 beide Speed-Kugeln in einer Weltcupsaison zu gewinnen. Die Super-G-Wertung hat er bereits in seinem Heimrennen in Kvitfjell fix gemacht, in der Abfahrtswertung liegt er 33 Zähler vor Titelverteidiger Peter Fill. Österreichs Speed-Herren hoffen in Aspen auf einen starken Saisonausklang in Abfahrt (Mittwoch) und Super-G (Donnerstag).

Gelassen kann Jansrud der Abfahrt entgegenblicken, er sei schon zu alt, um richtig nervös zu sein, meinte der 31-Jährige. “Ich weiß, dass am Finaltag 33 Punkte nicht viel sind, die gehen leicht weg. Aber ich habe einen Vorsprung, das ist die bessere Situation, als Punkte holen zu müssen. Ich kann ganz ruhig bleiben. Es ist einfacher, wenn man jedes Rennen fährt, um zu gewinnen”, sagte er vor dem Showdown.

Fill kämpft mit einer Erkältung und hofft, dass ihn diese nicht zu viel schwächt. “Am Ende der Saison ist schon eine gewisse Müdigkeit da, da bin ich etwas anfälliger.” Aber er fühle sich gut und bereit. “Es ist für alle ein wichtiges Rennen, für mich geht es noch um etwas. Aber ich habe nichts zu verlieren, ich kann nur nach vorne etwas machen. Ich werde versuchen, Vollgas zu geben, aber es wird schwierig sein, den Rückstand aufzuholen.” Während Jansrud zwei Saisonabfahrten gewonnen hat, fehlt Fill als dreifachem Zweiten ein Sieg in diesem Winter noch.

Bester Österreicher in der Disziplinwertung ist Hannes Reichelt als Vierter, der Salzburger hat 18 Zähler Rückstand auf den Südtiroler Dominik Paris und könnte es noch auf das Podest schaffen. Allerdings lauert nur 14 Zähler dahinter der Schweizer Weltmeister Beat Feuz. “Es ist keine leichte Abfahrt, vor allem die blinden Tore. Flachstücke, langer Steilhang, Traverse, da wird dir nicht langweilig. Ich hoffe, dass ich an die Form von Garmisch rankomme. Ich will schnell Skifahren, dass ich mir herunten nichts vorwerfen kann. Das ist das Wichtigste.”

WM-Bronzemedaillengewinner und Gröden-Sieger Max Franz hat trotz dieser zwei resultatsmäßigen Höhepunkte eine durchwachsene Saison hinter sich, ist nur 15. der Disziplinwertung. “Sicher habe ich zwei Ziele abgehakelt, aber wenn man die ganze Saison betrachtet, dann war das nicht so gut”, zeigte sich der Kärntner selbstkritisch.

Überhaupt nicht funktioniert hätten Garmisch-Partenkirchen und Kvitfjell. “Da geht mir halt einfach das Training im Herbst ein bisschen ab, das letzte Skitesten. Das zipft mich schon an. In der Abfahrt war ich zweimal Top 20, das tut weh. Aber wenn die Abstimmung passt, dann bin ich brutal schnell, vom Fahren her passt es ja”, ist Franz überzeugt.

Olympiasieger Matthias Mayer war zuletzt in der ersten Kvitfjell-Abfahrt Zweiter, er hat für Aspen noch einiges vor. “Ich möchte noch einen Grundstein setzen für nächstes Jahr und zeigen, ich bin dabei, schreibt mich nicht ab. Ich gehe weiterhin Schritt für Schritt. Die Sicherheit ist voll da, ich freue mich wieder so richtig aufs Rennenfahren, es macht wieder einen anderen Spaß”, sagte der Kärntner über seine Comeback-Saison nach den Brustwirbelbrüchen im Dezember 2015.

Am Start sind am Mittwoch für Österreich auch noch Romed Baumann und Vincent Kriechmayr: “Ich will die Kohlen aus dem Feuer holen, meine Saison war bisher nicht gut. Jetzt hoffe, ich, dass ich die letzten zwei Rennen gut rüberbringe, vielleicht ein Podium schaffe. Das wäre schon schön”, meinte der Oberösterreicher Kriechmayr. “Die Form ist besser geworden, auch wenn Kvitfjell nicht funktioniert hat. Aber ich glaube schon, dass ich das Zeug habe, dass ich da noch ein bisschen mitmischen kann.”

Von: apa

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