Schweden schossen Österreich vom Eis

ÖEHV-Team unterlag WM-Titelverteidiger Schweden 0:7

Mittwoch, 09. Mai 2018 | 23:02 Uhr

Nach Olympiasieger Russland war auch Weltmeister Schweden für Österreichs Eishockey-Nationalteam eine Nummer zu groß. Das ÖEHV-Team verlor am Mittwoch bei der WM in Dänemark gegen den Titelverteidiger mit 0:7 (0:2,0:3,0:2). Für eine Überraschung sorgte Gastgeber Dänemark, das in der Gruppe B Finnland 3:2 besiegte. Die Dänen haben nun schon zwei Siege und fünf Punkte auf dem Konto.

Gegen Schweden erhielt Einser-Torhüter Bernhard Starkbaum wie schon gegen Russland eine Pause und David Madlener seinen zweiten Einsatz. Teamchef Roger Bader stellte zudem drei neue Verteidiger-Paare zusammen und ließ Michael Raffl seine gewohnte Position als Flügel an der Seite von Center Konstantin Komarek und Peter Schneider spielen. Die gegen die Schweiz starke Youngster-Linie mit Alexander Rauchenwald, Dominic Zwerger und Lukas Haudum wurde wieder vereint. Da Fabio Hofer und Daniel Woger erkrankt fehlten, half Patrick Peter als zwölfter Stürmer aus.

Das Spiel entwickelte sich wie erwartet. Der mit 14 NHL-Spielern angetretene Titelverteidiger kombinierte ohne letzte Konsequenz. Die Österreicher wehrten sich nach Kräften und reduzierten leichtfertige Fehler. Der makellose Madlener konnte sich mehrmals auszeichnen.

Im Mitteldrittel zeigten auch die Österreicher gute Offensivaktionen, nach Haudum (20.) kamen auch Peter Schneider (24.) und Layne Viveiros (24.) zu guten Chancen, konnten den schwedischen Torhüter-Hünen Anders Nilsson aber nicht bezwingen. Nach einem Doppelschlag zum 0:5 innerhalb von 24 Sekunden wurde Bader bei einem Time-Out laut (30.), danach agierten Raffl und Co. wieder konzentrierter.

Gegen Frankreich (Freitag) und Weißrussland (Samstag muss zumindest ein Sieg her, um erstmals seit 14 Jahren nicht abzusteigen. Vor allem Weißrussland scheint derzeit für die Österreicher in Reichweite. Denn nach dem überraschenden Teamchef-Wechsel haben die Weißrussen auch das vierte Spiel verloren. Sie unterlagen im ersten Spiel unter Sergej Puschkow der Schweiz mit 2:5 und sind damit weiter punktelos.

Nach den enttäuschenden Ergebnissen zum Auftakt hatte sich der weißrussische Verband am Dienstag überraschend vom Kanadier Dave Lewis getrennt und dessen bisherigen Assistenten Puschkow zum Cheftrainer ernannt. Am Dienstag hielt sein Team gegen die Schweiz zwei Drittel lang mit, ehe Joel Vermin (40.) und Enzo Corvi (43.) für die Vorentscheidung zugunsten der Eidgenossen sorgten. Nach dem dritten Sieg sind die Schweizer auf Viertelfinalkurs.

In Herning feierte Deutschland nach zwei Niederlagen nach Penaltyschießen den ersten Sieg. Das DEB-Team besiegte Aufsteiger Südkorea mit 6:1.

Von: apa