ÖFB-Team unterwegs nach Cardiff

ÖFB-Team vor WM-Quali-Spiel in Wales am Scheideweg

Freitag, 01. September 2017 | 17:30 Uhr

Auf Österreichs Fußball-Nationalmannschaft wartet am Samstag (20.45 Uhr) in der WM-Qualifikation in Cardiff eine echte Schnittpartie. Ein Unentschieden oder eine Niederlage gegen Wales wären wohl gleichbedeutend mit dem Ende der seriösen Chance auf eine Teilnahme an der Endrunde 2018 in Russland. Ein Sieg hingegen würde die Ausgangsposition der ÖFB-Auswahl schlagartig verbessern.

Genau darauf hofft Teamchef Marcel Koller. “Es wäre gut, wenn wir gewinnen. Jetzt liegt es an uns, dass wir oben dabei bleiben”, erklärte der Schweizer am Freitag vor der Abreise nach Wales, wo seine Kicker von rund 2.000 Anhängern unterstützt werden.

So wie die meisten Fans flog auch Koller mit viel Optimismus auf die britische Insel. “Ich habe ein sehr gutes Gefühl, wir haben gut trainiert. Wir gehen in das Spiel wie in jedes andere auch – wir wollen drei Punkte holen”, sagte der Nationaltrainer.

Damit das gelingt, ist allerdings eine Top-Leistung vonnöten. “Wir müssen versuchen, unser Spiel zu spielen, gut dagegenzuhalten, 100 Prozent abzurufen und alles reinzuhauen”, lautet die Devise des 56-Jährigen.

Welche Anfangsformation diese Qualitäten an den Tag legen soll, ließ Koller naturgemäß offen. In der Abwehrreihe sind eine Dreier- oder Viererkette möglich, ein großes Fragezeichen ist auch die Position an vorderster Front. Nach dem Ausfall von Guido Burgstaller gibt es dafür mit Martin Harnik, Marc Janko und Michael Gregoritsch drei Anwärter.

Wie auch immer die Start-Elf aussehen wird – sie muss sich im vorerst noch nicht ganz ausverkauften Cardiff City Stadium auf eine aufgeheizte Atmosphäre einstellen. Außerdem treffen die ÖFB-Internationalen auch auf zumindest zwei hochkarätigen Gegenspieler. “Bale und Ramsey sind hervorragend. Dazu kommt, dass die Waliser bei Standard-Situationen sehr gefährlich und in den Zweikämpfen nicht zimperlich sind”, warnte Koller.

Diese Stärken des EURO-2016-Semifinalisten gilt es zu entschärfen, ansonsten könnte es schon nach den Dienstag-Spielen mit der letzten theoretischen Hoffnung auf einen WM-Startplatz vorbei sein. Dementsprechend groß ist die Drucksituation. “Doch es ist nicht spürbar, dass uns das so niederdrückt, dass wir nicht mehr spielen können”, beschwichtigte Koller.

Der Schweizer sieht in der Cardiff-Partie auch die Chance zur Trendwende. Mit einem Sieg gegen Wales und in den drei darauffolgenden Qualifikationsspielen wäre die ÖFB-Auswahl nämlich fix zumindest Zweiter, was einen Platz im Play-off bedeutet, sofern man es unter die acht besten Gruppenzweiten schafft.

Sollte Österreich jedoch wie schon in den vorangegangenen vier WM-Qualifikationen scheitern, stünde auch die berufliche Zukunft von Koller zur Disposition. “Aber ich bin jetzt auch schon länger dabei und auch schon weggeschickt worden, von daher weiß ich, was abgeht. Man muss das annehmen, so ist das Geschäft”, erklärte der Teamchef. Sein Vertrag läuft mit Jahresende aus und würde sich nur bei einer WM-Teilnahme automatisch bis Sommer 2018 verlängern.

Von: apa

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