Gregoritsch war sichtlich erfreut über den Siegestreffer

ÖFB-U21 jubelte in Finnland über Last-Minute-Sieg

Freitag, 02. September 2016 | 20:08 Uhr

Österreichs U21-Fußball-Nationalteam hat am Freitag einen weiteren Schritt in Richtung EM-Endrunde 2017 in Polen gemacht. In der Qualifikation siegte die verjüngte Auswahl von Coach Werner Gregoritsch in Finnland 1:0. Joker Nikola Dovedan gelang in der 91. Minute der entscheidende Treffer für die Österreicher, die mit 18 Punkten nunmehr bereits sechs Zähler vor den drittplatzierten Finnen liegen.

Die Österreicher, bisher noch nie für das wichtigste europäische Nachwuchsturnier qualifiziert, haben auf dem Weg zur U21-EM in der Gruppe 7 damit sechs von sieben Spielen gewonnen. Einzig gegen Tabellenführer Deutschland (21 Punkte) setzte es ein 2:4. Nur die neun Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die Endrunde. Die vier besten Zweiten spielen im Play-off um zwei weitere Startplätze. Bereits am kommenden Dienstag steigt mit dem Auswärtsspiel in Russland (16.00 Uhr/live ORF Sport +) Teil zwei des Auswärtsdoppels.

Am Kunstrasen in Vaasa starteten beide Mannschaften verhalten in die Partie. Die Österreicher hatten zwar mehr Ballbesitz, nahmen gegen die defensiv gut stehenden Finnen anfangs aber wenig Risiko im Spiel nach vorne. Über den quirligen Sascha Horvath deutete die Gregoritsch-Elf zwar ein paar Mal Gefahr an. Doch ansonsten merkte man der Auswahl das Fehlen der jüngst ins A-Team hochgezogenen Louis Schaub und Michael Gregoritsch (9 Tore) oder Alessandro Schöpf an.

Der neu formierten Offensive rund um Kevin Friesenbichler, Thomas Murg und Florian Grillitsch gelang wenig. Es entwickelte sich ein Mittelfeldgeplänkel, denn auch Finnland wurde in der ersten halben Stunde kaum gefährlich. Bis zur 33. Minute, als Fredrik Lassas gegen die schlecht sortierte österreichische Defensive zum Abschluss kam und die Latte traf.

In der zweiten Hälfte gelang es den Österreichern durch schnelleres und präziseres Spiel mehr Akzente in der Offensive zu setzen. Friesenbichler rutschte nach schönem Doppelpass mit Grillitsch am Stanglpass des Bremen-Legionärs nur hauchdünn vorbei (57.). Ein Schlenzer von Christoph Martschinko ging knapp über das Tor (68.). Auf der Gegenseite fand Fredrik Jensen mit einem Heber aus 20 Metern die beste Chance der Hausherren in der zweiten Hälfte vor (85.).

In der Nachspielzeit vernachlässigten die Finnen ihre Defensive einmal zu sehr – der starke Horvath bediente mit einem schönen Flankenball den eingewechselten Altach-Offensivmann Dovedan, der den Ball im Rutschen aus kurzer Distanz im Tor unterbrachte (91.).

Von: apa

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