Keine leichte, aber eine attraktive Gruppe für die Österreicher

ÖHB-Herren mit Olympiasieger, Vize-Weltmeister in WM-Gruppe

Montag, 25. Juni 2018 | 15:11 Uhr

Österreichs Nationalteam ist am Montag in Kopenhagen mit zwei Schwergewichten des Welthandballs in eine WM-Gruppe gelost worden. Die Truppe von Teamchef Patrekur Johannesson trifft ab 10. Jänner 2019 in Pool C in Herning u.a. auf Rio-Olympiasieger Dänemark und Vize-Weltmeister Norwegen. Im Kampf um die Top drei bzw. den Aufstieg in die Hauptrunde warten auch noch Tunesien, Chile und Saudi-Arabien.

“Unser Ziel ist, unter die Top 3 zu kommen, egal welche Gruppe wir erwischt hätten”, blieb Johannesson in einer ersten Reaktion von der Gegnerschaft unbeeindruckt. “Jetzt heißt es für uns, speziell über jene Teams, die wir nicht so gut kennen, so viele Informationen wie möglich einzuholen und zu allen Gegnern Videostudium zu betreiben. Ich nehme unser Los positiv und Herning kennen wir bereits aus 2014.” Damals hat Rot-Weiß-Rot dort bei der EM als Gesamt-Elfter reüssiert.

Die Gruppe-C-Aufsteiger treffen in der Zwischenrunde in Herning auf die Top drei der Gruppe D. Den Österreichern würde also ein Umzug erspart bleiben. Im Kopenhagener D-Pool spielen neben den Schweden Ungarn, Katar, Argentinien, Ägypten und Angola. Die Gruppen von Co-Veranstalter Deutschland werden in Berlin (A) und München (B) gespielt. In Berlin bekommen es die Deutschen u.a. mit Titelverteidiger Frankreich, Russland und Serbien zu tun. Spanien führt Gruppe B an.

Das Eröffnungsspiel sollen die Deutschen gegen Korea bestreiten, nach den Wünschen des Weltverbands (IHF) soll es ein vereintes koreanisches Team sein. Die Dänen wiederum sind der Favorit auf den Gewinn der Österreich-Gruppe. Sie haben neben ihrer Klasse auch den Heimvorteil auf ihrer Seite. Olympia-Gold war ihr größter Erfolg, ein WM-Titel fehlt ihnen noch. Dreimal gab es für den zweifachen Europameister WM-Silber. Gegen die Dänen schied Österreich im WM-Play-off 2017 aus.

Die Norweger haben bei der vergangenen WM 2017 mit Rang zwei am meisten aufgezeigt, im Endspiel gegen die Franzosen gab es eine 26:33-Niederlage. Bei der heurigen EM in Kroatien unterlag Rot-Weiß-Rot den Norskern 28:39, nachdem es im Play-off für die WM 2015 noch mit dem Aufstieg geklappt hatte. Norwegen und Schweden sind mit Österreich Veranstalter der EM 2020. Im Vorfeld kommt es gemeinsam mit Europameister Spanien zu Vorbereitungsspielen im EHF Euro Cup.

Tunesien kann durchaus Beachtliches auf seiner sportlichen Handball-Visitenkarte vorweisen. Der zehnfache Afrika-Meister schaffte es 2005 in Tunesien auf WM-Rang vier. Für Chile ist es die fünfte WM-Teilnahme, und das in Folge. Die Südamerikaner haben sich erst am Wochenende als letztes der 24 Teilnehmerländer für die WM qualifiziert. Rang 21 beim Debüt war das Top-Ergebnis der Chilenen. Saudi-Arabien war bisher achtmal dabei und mit zwei 19. Rängen nur unwesentlich erfolgreicher.

Von: apa